Maracuja-Käse-Sahne-Torte

Der Boden für die Käse-Sahne-Torte konnte sich ganz entspannt über Nacht auf dem Balkon erholen und ist damit bereit, für die Verarbeitung.

Als erstes mit einem großen scharfen Messer den Boden halbieren. Ich hatte ihn ja zum Abkühlen mit der Oberseite nach unten gepackt, damit ich hinterher zwei gleichmäßige Flächen haben. Die ursprüngliche Unterseite wurde trotzdem aufgrund der Optik zur neuen Oberseite.

Die Füllung:

  • 500 g Quark (0,3% Fett … die Hüfte freut sich)
  • 2 Becher Schlagsahne
  • 3 Päckchen Sofortgelatine
  • 500 ml Maracuja-Saft
  • 150 g Zucker
  • 350 ml Maracuja-Saft
  • 150 ml Wasser
  • 2 Päckchen klarer Tortenguss

Die Sofortgelatine wurde mit dem Mixer in den Maracuja-Saft eingerührt und dann zur Seite gestellt. Man kann auch Blattgelatine verwenden, die man vorher in Wasser einweichen muss – mag ich aber nicht, ist mir zuviel Aufwand.

Danach in einem Rührbecher mit Deckel den Quark mit 100g Zucker verrühren.

Und in einem zweiten Gefäß die Sahne mit 50 g Zucker steif schlagen.

Jetzt kommt die angedickte Marajuca-Saft-Masse zum Quark und wird gut durchgerührt. Danach vorsichtig die geschlagene Sahne unterheben.

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Wie kommt die Füllung zwischen die Böden?

Man nimmt den unteren Boden auf einem Cakeboard und stellt den Tortenring herum, dabei aufpassen, dass er möglichst dicht am Boden anliegt und später keine Füllung vorbeilaufen kann.

Dann kommt die Quark-Sahne-Masse auf den Boden drauf und wird glatt gestrichen.

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Anschließend den oberen Teil vom Boden draufsetzen und vorsichtig andrücken. Für ein gleichmäßigeres Beschweren habe ich das ganze mit einer passenden Glasplatte aus einer alten Glasbodenspringform abgedeckt. Damit konnte das ganze dann auch vor der neugierigen Katzennase geschützt auf den Balkon zum fest werden.

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Zum Schluss sollte noch ein Spiegel aus goldig-gelben Maracuja-Saft auf die Torte. Dazu wurden 350 ml Maracuja-Saft mit 150 ml Wasser und 2 Tütchen klarem Tortenguss verrührt, aufgekocht, und auf die gekühlte Torte gegeben.

Danach wieder auf den Balkon und über Nacht kühl gestellt. Das geht im Winter so gut – da fühlt sich der Kühlschrank etwas vernachlässigt.

Gegessen wurde die Torte dann am Samstag, in kleiner gemütlicher Familienrunde.

Aus der Torte habe ich 18 Stück Torte verschiedener Größen bekommen. Man kann ruhig kleine Stücken schneiden, denn das gute Stück war etwa 7 cm hoch und aufgrund der Sahne doch recht mächtig. Hat aber den ein oder anderen nicht davon abgehalten, 3 Stück Torte zu essen 🙂

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Biskuitboden

Mein Opa hat Geburtstag und ich darf eine Torte mitbringen. Große Frage: was wird es ? Ich mag Abwechslung wenn ich Torten zaubere, und bringe ungern zweimal das Gleiche mit. Beim Letzten Besuch anlässlich des 60. Hochzeitstage war es eine Red-Velvet-Hochzeitstorte.

Für den Geburtstag wird es eine Käse-Sahne-Torte (Traumschiff Surprise ist schuld …. und mein tortenfressendes Monster, auch Brüderchen genannt).

Für den Teig braucht man:

  • 6 Eier
  • 150g Zucker
  • 180g Mehl
  • etwas Backpulver
  • 1/2 Vanilleschote
  • 1 Prise Salz
  • Backform rund, 30cm

Ich nehme für solche Torten gerne einen Biskuit als Grundteig – und das Rezept dazu ist total einfach und gut zu merken: pro Ei gibts 25g Zucker und 30g Mehl. Jetzt nur noch über Probieren rausfinden, wieviel Eier man für jede Backform braucht und los gehts.

Die Eier trennen: in die Hand nehmen, vorsichtig mit einem Messer die Schale anschlagen, sie darf ruhig kaputt gehen, so dass man das Ei auseinander brechen kann. Das Eiweisse in eine Schüssel, die Eigelbe in die andere Schüssel. Dabei darauf achten, dass zu den Eiweissen kein Eigelb kommt. Wenn das Eigelb beim aufschlagen kaputt gegangen ist, dann das ganze Ei in die Schüssel mit den Eigelben geben. Spätestens nach dem 3. komplett kaputt gegangenen Ei sollte man seine Technik überdenken 😛

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Jetzt den Mixer aus dem Schrank holen, die Rührstäbe dazu und dann werden die Eiweisse mit der Hälfte vom Zucker aufgeschlagen. So richtig schön lange, bis eine feste Masse entsteht. Der große Test: die Schüssel kopfüber halten … wenn das Eiweiss fest genug ist, bleibt es in der Schüssel.

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Die Eigelbe mit dem restlichen Zucker, dem Mark einer halber Vanillieschote und der Prise Salz aufschlagen, bis das ganze dick und weich und hell und cremig ist.

Der Rest der Vanilleschote kommt ins Zuckerglas. So ergibt sich aus dem „Abfall“ noch wunderbar leckerer selbstgemachter Vanillezucker.

Mehl … Mehl abwiegen, sieben um die kleinen Klümpchen loszuwerden, das Backpulver auch sieben.

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Danach die Mischung unter die Eigelb-Masse rühren. Es wird fest, und klebrig, und vielleicht sogar etwas klumpig. Tapfer weiterrühren.

Jetzt vorsichtig das Eiweiss unter die Eigelb-Zucker-Masse geben. Ich nehme dazu immer das erste Drittel vom Eiweiss und rühre es mit dem Mixer unter die Eigelb-Zucker-Mehl-Masse. Danach wird der Mixer zur Seite gestellt und entweder auf den Schneebesen oder den Teigschaber gewechselt. Das liebevoll ewig lange aufgeschlagene Eiweiss soll ja seine fluffige Konsistenz behalten.

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Das nächste Drittel Eiweiss zur Masse dazu, vorsichtig unterheben. Und das ganze genauso mit dem Rest. Der Teig sollte jetzt eine schöne hellgelbe Farbe haben, und ganz cremig sein.

Ab in die Form damit. Die Form nicht fetten, das mag der Biskuit nicht. Eventuell den Boden mit Backpapier auslegen, dann löst sich das ganze nach dem Backen besser vom Boden. Ich nutze eine 30cm Hebebodenform von Birkmann mit Keramik-Beschichtung

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Und dann in den Ofen. Zweite Schiene von unten, etwa 175°C, ca. 15-20 Minuten. Wenn ihr denkt, der Teig ist fertig, sucht man sich ein Holzstäbchen und sticht in den Teig, am Rand un in der Mitte, und zieht das Stäbchen wieder raus. Wenn kein Teig mehr dran kleben bleibt, ist er fertig. Rausholen, auskühlen lassen.

Der fertige Boden. Mit einem Messer wird er vorsichtig vom Rand der Tortenform gelöst, dann aus der Form gehoben und vorsichtig auf ein Backpapier gestürzt. Dann ist unten oben und es sieht mit der fertigen Torte später besser aus.

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