Frühlings-Zitronen-Torte

Es ist so schön, wenn die Leute einen zum Geburtstag einladen und ich eine Torte backen kann.

Diesmal traf es meine Tante in in kleiner Familienrunde ihren 70. Geburtstag gefeiert hat. Abgesprochen war ein Blech Rhabarber-Kuchen, aber das sieht als Geburtstagkuchen einfach zu normal aus. Also habe ich mich an das Rezept einer Freundin gewagt und es mit eine meiner Lieblingsfüllungen kombiniert, etwas Deko dazu und fertig war das Kunstwerk.

Hier das Rezept:

Für die Böden:

  • 6 Eier
  • 300 g Mehl
  • 300 g Zucker
  • 250 g Butter
  • 1 TL Backpulver
  • Saft und Schale von 2 Bio Zitronen
  • Backpulver, Salz

Für die Creme:

  • 3 Eigelb
  • 150 g Butter
  • 150 g Zucker
  • Saft und Schale von 2 Bio Zitronen
  • 400 g Creme Fraiche
  • 50 g Puderzucker
  • 2 EL Speisestärke

Für die Böden habe ich auch gleich die neuen Silikon-Formen ausprobiert. Nach dem Abwaschen wurden die Formen in drei Größen zusammengesteckt und auf ein Blech mit Alufolie gelegt.

Die Küchenmaschine hat sich um die getrennten Eier gekümmert und die Eiweiß mit etwas Zucker zu steifen Schnee geschlagen. In einer zweiten Schüssel durfte Susi die Butter mit den Eigelb, dem restlichen Zucker und etwas Salz schaumig schlagen. Mir blieb währenddessen nur Mehl und Backpulver sieben. Die Bio Zitronenschale habe ich abgerieben und die anschließend schalenlosen Zitronen ausgepresst. Saft und Schale kamen mit in die Schüssel zu Susi, und auch das gesiebte Mehl wurde untergerührt.

Anschließend habe ich den Eischnee vorsichtig von Hand untergehoben und die fluffige Teigmasse in die Silikonringe gegeben.

Gebacken wurde langsam bei 150 °C Ober- und Unterhitze, ca. 25 Minuten die beiden Kleinen, den Mittleren und den Großen Boden habe ich etwa 50 Minuten drin gelassen. Nach dem Auskühlen habe ich die Böden von den Silikonformen befreit und den großen einmal durchgeschnitten, den kleinen sogar zweimal .

Für die Zitronencreme habe ich drei Eigelb zusammen mit 150 g Zucker, 150 g Butter, und der Schale und dem Saft der zwei Zitronen aufgekocht. Die beiden Becher Creme Fraiche wurden mit dem Puderzucker und der Speisestärke vermischt und mit dem Mixer aufgeschlagen. Anschließend wurde die abgekühlte Creme mit vermischt.

Die Silikonformen habe ich wieder zusammengesetzt und den jeweils untersten Boden reingelegt, Creme drauf, nächsten Boden stapel und bei dem kleinen Boden sogar nochmal Creme und Boden. Zum fest werden kam das ganze in den Tiefkühlschrank.

Die gefrorenen Torten wurde anschließend mit zartgelbem Fondant eingedeckt, aufeinander gestapelt und mit Blättern, Schmetterlingen und handgefertigten Rosen verziert. Am Ende stand ein Kunstwerk in der Küche und wartete auf den Transport nach Berlin zur Familienfeier und ihrem Ende unter den Tortenmesser.

 

Zu den Formen:

Durch die einzelnen Stücken lassen sich wunderbar Böden verschiedener Größen backen. Leider kriegt man sie nicht so rund hingestellt hin, wie man es von klassischen Springformen gewöhnt ist. Ausgelaufen ist nichts, übergelaufen schon … aber ich glaube, das ist mehr meine Schuld als die der Form. Gebacken ist alles gleichmäßig und auch nicht übermäßig aufgegangen in der Mitte, so dass man den Böden ohne nochmal beschneiden zu müssen für die Torte nehmen konnte. Von der Alufolie hat es sich auch super gelöst. Leider ist Alufolie nicht so ideal wenn man sie warm macht, aber Versuche mit Backpapier scheitern im Moment, das Backpapier ist alle und ich vergesse es immer wieder beim Einkaufen. Nach dem Auskühlen haben sie sich auch gut von den Böden lösen lassen, und auch das Abwaschen hinterher war ohne Probleme.

Fazit: Defintiv empfehlenswert

Lieben Gruß,

Tortenfee Moni

Ich hab da was neues gefunden !

Im Internet gibt es ja immer wieder tolle Ideen rund ums Backen und Dekorieren und zaubern … und irgendwann kommt der Moment wo auch ich nicht mehr Widerstehen kann und kaufen muss.

So ging es mir jetzt mit einer neuen Silikon-Kuchenform beziehungsweise einzelnen Elementen die man zu jeder beliebigen Form zusammenstecken kann. Angeblich sogar auslaufsicher, was ich von meinem Backrahmen nicht behaupten kann …

Es nennt sich Bake-Snake, oder auch The Cake Mould, oder Kreativ Silikon Form.

Hier das Video dazu

Da ich nächste Woche Urlaub habe, hoffe ich natürlich, dass der Postbote bald klingelt. Und mir zu der neuen Silikon-Form, dem großen Ausrollstab und dem Rosen-Modellierset dann auch noch Fondant liefert und dann das große Backen beginnen kann.

Es wartet auch nur eine 2-stöckige Hochzeitstorte auf mich, und einen Tag später eine riesige Torte zum 30. Geburtstag von einem ganz lieben Freund.

Die Silikon-Form wird natürlich ausführlich getestet und ihr bekommt das Ergebnis kuchenwarm mitgeteilt. Meine Menschen um mich rum müssen dann alles essen, denn alleine Kuchen essen macht ja dick. Und je dicker ich die anderen fütter, desto schlanker sehe ich aus.

Lieben Gruß,

Eure Tortenfee Moni

Wie erreicht man mich ?

Alle wollen eine Torte von mir ! Juchuh !

Nochmal ganz kurz: ich bin kein Bäcker, mir macht es immer noch Spaß, und ich freue mich, wenn ich andere Leute mit meinen kleinen Kunstwerken glücklich machen kann. Ich backe auch gerne für euren Geburtstag oder Hochzeit oder Taufe oder sonstige Anlässe. Im Idealfall kommt ihr die Torte in Potsdam oder Brandenburg selber abholen, Lieferung per Fahrrad ist nur in Ausnahmefällen möglich und geht dann auf euer Risiko.

Und Preise: da wird man sich einig, ganz sicher.

Und wie erreicht man mich jetzt ? Am einfachsten geht das übers Telefon, aber online die Telefonnummer veröffentlichen ist nicht so clever. Deshalb gibt es für alle nur meine E-Mail-Adresse:

schneider_moni@hotmail.com

Die E-Mails landen auch auf den Telefon und können zeitnah nach einem Blick in den Kalender beantwortet werden. Über eine nette Anfrage per E-Mail gibt es dann auch meine Telefonnummer um weitere Details besprechen zu können.

Ansonsten geht auch anschreiben über Facebook:

http://www.facebook.com/monisfoodcreations

Und wer mich im Zug trifft, oder abends in der Lieblingskneipe auf ein Bier, darf auch gerne Wünsche äußern.

Lieben Gruß,

Eure Tortenfee Moni

Ach ja, die letzen beiden Projekte, die es noch nicht in den Blog geschafft haben, aber doch noch fix veröffentlicht werden wollen:

Schoko-Himbeer-Torte

Wenn es draussen mal wieder so richtig nass und kalt ist, und man eigentlich den ganzen Tag zuhause bleiben möchte, kann man sich auch in die Küche stellen und was leckeres schokoladiges zaubern. Zusammen mit ner Tasse Kaffee am nachmittag vergisst man dann auch ganz schnell das nicht ganz so schöne Wetter draussen.

Hier das Rezept für den Boden (wer von euch öfter Schokokuchen bäckt, dem kommt das Rezept bestimmt bekannt vor: es ist der Schokoladenkuchen von Jamie Oliver)

  • 200g dunkle Schokolade 70% Kakao anteil
  • 175g Butter
  • 120g weicher brauner Zucker
  • 100g Blanchierte Mandeln, gemahlen. oder auch nicht blanchiert, aber trotzdem gemahlen
  • 2 El Kakaopulver
  • 1 Priese Salz
  • 4 große Eier
  • 150g Mehl mit 1 TL BP vermischt

Füllung und Deko:

  • 3 Becher Schlagsahne
  • 3 Tafeln Vollmilch Schokolade
  • 6 Tafeln Zartbitter Schokolade
  • 2 Löffel Himbeer-Marmelade
  • 1 Tüte Himbeeren TK
  • 1 Päckchen Tortenguss rot
  • 2 Löffel Zucker

Und dann gehts los:

Die Butter mit der Schokolade im Topf schmelzen, dabei aufpassen, dass es nicht zu heiss wird, sonst gerinnt später das Ei wenn es zur Ei-Zucker-Masse gegeben wird. Die Eier und der Zucker werden zusammen mit einer Prise Salz und etwas Vanille schaumig geschlagen, bis eine helle fluffige Masse entsteht. Dann langsam und vorsichtig die Schokoladen-Butter dazu geben. Anschließend die gesiebte Mehl-Kakao-Backpulver-Mischung dazu geben und kurz unterrühren. Ich habe in einer beschichteten 24 cm Springform gebacken und den Boden auch mit Backpapier ausgelegt.

Gebacken habe ich bei 160 °C Heissluft ca. 25 Minuten. Der Kuchen schmeckt besser, wenn er nicht komplett durchgebacken ist und in der Mitte noch etwas feucht. Wenn man ihn zu lange bäckt wird er leider sehr schnell trocken.

Die Schoko-Sahne Masse für die Füllung wird ganz einfach zubereitet: Die Sahne aufkochen, die klein gebrochene Schokolade dazu, auflösen lassen, kräftig umrühren und abkühlen lassenl

Der Boden und auch die Schoko-Sahne kommen zum Auskühlen über Nacht auf den Balkon.

Am nächsten morgen habe ich den Boden mit dem größten Messer was ich finden konnte in drei Schichten geschnitten. Meine Küchenmaschine durfte etwa zwei Drittel der Schoko-Sahne aufschlagen. Auf die unterste Schicht gibt es etwas Himbeer-Marmelade und oben drauf Schoko-Sahne. Nächster Boden, nächste Schicht Schoko-Sahne. Und noch ein Boden – und noch mehr Schoko-Sahne. Und da nicht nur oben drauf, sondern überall um die Torte rum.

Und wie kommen jetzt die Himbeeren in die Mitte?

Man nimmt den Ring von der kleinen 16 cm Springform (alternativ geht auch ein Tortenring) und setzt ihn mittig auf, etwas eindrücken, damit er auch wirklich fest sitzt. Wer beides nicht hat: Alufolie mehrfach gefaltet ist eine gute Alternative. Und dann liebevoll die Himbeeren anordnen.

Den Tortenguss mit zwei Löffeln Zucker und 225 ml Wasser anrühren. Auf der Packung steht was von 250 ml …. aber das wird mir nicht fest genug. Den Tortenguss über die noch gefrorenen Himbeeren geben und das ganze schnell in Kühlschrank damit es fest wird, bevor es doch irgendwo eine Lücke zwischen Schoko-Sahne und Tortenring findet.

Nach 30 Minuten ist der Tortenguss wirklich fest und man kann ihn vorsichtig mit einem Messer aus seinem Gefängnis befreien und den Springformring / Tortenring / Alufolie von der Torte nehmen.

Jetzt wird der Rest der Schoko-Sahne aufgeschlagen, in einen Spritzbeutel gefüllt und mit Hilfe einer 10 mm Sterntülle liebevoll Tupfen um die Himbeeren gespritzt.

torte-fertig

Im Sommer geht das ganze natürlich auch mit frischen Himbeeren, oder Erdbeeren, oder mit Mango, Aprikose … was auch immer bei euch im Garten wächst oder der Bauer um die Ecke für euch angebaut hat.

Lasst es euch schmecken !

Lieben Gruß

Eure Moni

Zeit für ein kleines Best of – 2013 bis 2016

Es kommt ja immer wieder der Moment, wo man gefragt wird, was man denn schon alles gebacken hat. Mich hat dieser Moment letzen Mittwoch erreicht, bei einem netten Gespräch mit einer Cafe-Besitzerin, und ich konnte voller Stolz mein Bilderbuch raussuchen  und zeigen, was in meiner Küche an Kunstwerken entstanden ist.

Für alle, die nicht dabei waren, hier das digitale Bilderbuch. Ein bisschen was werdet ihr schon kennen, ein bisschen was habe ich vom alten Laptop retten können, und vieles hat es gefühlt noch nicht online geschafft – aber backen und anschließend genießen war in manchen Momenten einfach wichtiger.

Lieben Gruß,

Eure Tortenfee Moni

Schoko-Kirsch-Häppchen

Urlaub – und nun? Backen !

Im Fernsehen sieht man immer wieder Hobbybäcker die versuchen in sehr kurzer Zeit in einer fremden Küche tolle Kunstwerke zu zaubern. Das sollte ich doch auch können, aber in meiner Küche und mit etwas mehr Zeit.

Den ganzen Tag über wuchs in meinem Kopf ein Bild von einem Kuchenhäppchen in Schokolade, mit Schokobiskuit und einer Kirschfüllung.

Hier die Zutaten:

  • 4 Eier
  • 100 g Zucker
  • 100 g Mehl
  • 1/2 Teelöffel Backpulver
  • 1 EL Kakaopulver
  • Kirschmarmelade
  • Kirschlikör
  • Kuvertüre in Vollmilch, Zartbitter
  • weiße Schokolade

Meine Susi durfte mir behilflich sein und die Eier mit dem Zucker schaumig schlagen. Mir blieb wieder nur Mehl, Backpulver und Kakao sieben. Alles zusammenrühren und dann aufs Blech damit. Gebacken wurde etwa 12 Minuten bei 150 °C Ober- und Unterhitze.

 

Nach dem Backen wurde der Boden auf den Balkon gestellt zum auskühlen und danach in drei gleich breite Streifen geschnitten.

 

Die Kirsch-Marmelade habe ich fertig im Supermarkt gekauft, es geht aber auch die gute selbstgemachte vom letzen Sommer. Etwas Kirschlikör habe ich noch auf den Böden verteilt, dann die warme Marmelade auf zwei Böden gestrichen und alles gestapelt und versucht, das ganze in gleichmäßige große Würfel zu schneiden.

 

Jetzt noch Schokolade drauf und drum und überall an mich dran und in der Küche verteilen und dann sind die Häppchen auch schon fast fertig.

 

Zum Schluss noch etwas weiße Schokolade in Frischhaltebeutel im Wasser erwärmen, die Ecke vom Beutel abschneiden, und zarte weiße Schokoladenfäden auf die Häppchen malen.

 

Lasst es euch schmecken,

Eure Moni

Liebe liegt in der Luft

Sag mal Moni, du bäckst doch gerne. Wir bräuchten da eine Torte für eine Hochzeit, nur was kleines, nicht so aufwendig, Budget ist begrenzt, mit bunt und lecker und allem.

So fängt es immer an. Und dann zur Vorbesprechung: Wir werden doch mehr Leute als gedacht, darf also größer werden. Budget wurde auch angepasst, aber immer noch mit bunt, und regenbogenfarben.

Kein Problem, mein Kopf ist voll mit kreativen Ideen. Ich habe mal eine Torte mit regenbogenfarbenen Schmetterlingen gesehen, zwei Etagen, oben ein Brautpaar drauf – mega kitschig, wunderschön und von der Idee perfekt. Nur das Brautpaar für obendrauf ist immer schwierig, wenn man das Pärchen nicht kennt. Aber was passt besser zu Schmetterlingen als ein ganz eigener Schmetterling der in den Flügeln die Initialen der beiden trägt und somit deren Liebe Flügel verleiht ?

Laptop anwerfen, Käffchen dazu, Design für nen Schmetterling gesucht, Software installiert …. wie macht man das jetzt? Also da was weg, und dafür Buchstaben rein? Zum Glück hatte ich jemanden der sich mit 3D Software auskennt und mir zur Seite stand. Am Abend war das Design fertig und der 3D Drucker lief. Nach einer gefühlten Ewigkeit und immer wieder neugierig schauen was der Drucker macht, hatte ich einen wunderschönen Schmetterling in der Hand. Sah genauso aus, wie ich ihn mir vorgestellt hatte.

Dann geht es an die Torte. Unten ein klassischer Schokoladen-Nuss-Boden mit Nougat-Füllung. Der obere Boden war ein einfacher Vanille-Rührkuchen mit Waldfrucht-Mascarpone-Sahne-Füllung. Wer achtet denn bei einer Hochzeitstorte bitte auf Kalorien?

Dann das erlösende Klingeln vom Postboten – mein Paket mit 5 Kilo Fondant in den verschiedensten Farben ist endlich da!

Was brauchen wir jetzt? Platz zum Fondant ausrollen … was fehlt? Platz zum Fondant ausrollen. Dann verlagern wir eben die Küche ins Wohnzimmer und der Esstisch wird zur Arbeitsplatte. Gegen klebrigen Fondant auf dem guten Tisch helfen entweder riesige Silikon- oder Teflonbeschichtete Matten – die es natürlich nicht so groß gibt wie ich sie brauche. Oder ganz einfach die beste schönste bunteste Wachstuchtischdecke die ihr finden könnt.

Fondant ausrollen, Torte bereitstellen, vorsichtig drüberlegen und andrücken. Nicht ziehen, ganz vorsichtig und zärtlich den Fondant über die Torte streichen. Als Basis habe ich mich für fliederfarbenen Fondant entschieden, das ist nicht klassisch aber trotzdem dezent genug um die regenbogenfarbenen Schmetterlinge zur Geltung zu bringen.

Nachdem beide Torten damit eingedeckt waren, habe ich sie auf den Balkon gestellt. Da ist kühl und trocken und die beiden Schmuckstücke stehen nicht im weg.

Danach war die Deko dran, jede Menge Herzchen und Schmetterlinge wollen ausgestochen und geprägt werden. Farbwahl war rot, orange, gelb, grün, blau, lila. Regenbogenfarben eben. Fondant ausrollen, Schmetterlinge ausstechen, über eine Kante legen und antrocknen lassen. Damit erhalten sie eine schöne fliegende Form und liegen nicht nur platt auf der Torte.

Angeklebt wurde alles mit einem Pinsel und etwas Wasser auf den Lila Fondant.

Zuerst die Herzchen als Basis einmal um die untere Torte. Danach habe ich beiden Torten aufeinander gesetzt und vorsichtig die Schmetterlinge angeklebt.

Als letzes durfte der große gedruckte Schmetterling sich in einen Fuss aus Fondant drücken und seinen finalen Platz auf der Torte finden.

Kleiner Tipp für alle die auch gerne große Torten backen: Macht euch vorher Gedanken, wie ihr euer Kunstwerk hinterher transportieren möchtet – bei mir musste eine Kiste von Ikea und Frischhaltefolie reichen.

Das Brautpaar war begeistert und der große Schmetterling ist eine tolle Erinnerung an den Tag. Alles Liebe euch beiden !

Eure Moni

 

Weihnachtskekse Runde 1

Hallo ihr Lieben,

Weihnachten steht vor der Tür und damit darf jetzt auch wieder offiziell gebacken werden. Für Kekse ist eigentlich immer Saison, aber manche Menschen sehen das anders 😉

Ich glaube, ich habe für diese Jahr einen Lieblingskeksteig gefunden:

  • 2 Eier
  • 250 g Butter
  • 250 g Zucker
  • 500 g Mehl
  • 1 Prise Salz
  • Kakao, Lebensmittelfarbe, Vanille nach Geschmack

Eier, warme Butter und den Zucker schön schaumig schlagen, dann das gesiebte Mehl unterkneten, alles in eine Tüte stecken und über Nacht auf dem Balkon oder in den Kühlschrank legen.

Am nächsten Tag den Teig nochmal durchkneten und ausrollen. Mein Favorit zum Ausrollen ist eine Silikonbackmatte und dazu meine geliebte Marmor-Teigrolle. Die Matte erspart einem das Mehl damit der Teig nicht auf der Oberfläche festklebt und er wird nicht so trocken. Die Marmor-Rolle bleibt lange kalt wenn sie die Nacht auf dem Balkon verbracht hat, und ist so schwer und trotzdem leichtgängig das sich der Teig wie von alleine ausrollt.

Und was stechen wir heute aus? Wie ja schon erwähnt, gibt es 3D-Druck, und damit unendlich viele Möglichkeiten. Ich bin extrem faul was Kekse verzieren betrifft, also habe ich mir welche mir Prägung drucken lassen. Einmal einen Schneemann (gibts bei ebay) und einen Santa Kopf (gibts auch bei ebay) . Wichtig ist, die Ausstecher müssen vor dem benutzen immer wieder in Mehl gedrückt werden, damit nichts kleben bleibt. Der Teig sollte kalt und trocken sein, und etwa 3-5 mm dick ausgerollt. Da müsst ihr ein bisschen probieren, weil jeder Ausstecher ein Einzelstück ist.

Backen ganz klassisch bei 175°C Ober- und Unterhitze etwa 15 Minuten. Ihr könnt Backpapier nutzen, oder auch eine Dauerbackmatte.

Lecker knusprige Weihnachtskekse die erste Runde.

Lasst es euch schmecken und frohen 1. Advent,

Lieben Gruß, Moni

PS: falls ihr noch Ideen für andere Motive habt – kurze Nachricht an mich und ich schaue, was ich für euch tun kann.

 

3D gedruckte Keksausstecher

Vor ein paar Wochen habe ich jemanden kennen gelernt, der sich mit 3D Druck auskennt und auch einen oder zwei Drucker zuhause stehen hat. Nach einem netten Abend kamen wir auf die Idee, das man vielleicht Keksausstecher drucken kann. Der Gedanke fing an zu reifen, ich schaute mir ein paar Projekte von ihm an, und dann stand fest: probieren wir!

Was kann man drucken, wie groß, wie aufwendig, was passt zum Teig, welcher Teig … die üblichen Fragen eben. Aber Halloween stand vor der Tür und damit war das Thema festgelegt: Ein Kürbis wird es. Motiv gesucht, 3D Modell genommen, an den Drucker angepasst, noch etwas optimiert und dann der erste Versuch.

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Frisch aus dem Drucker, noch ein paar überstehende Fäden abgekratzt und dann erstmal ein Foto für die Welt machen. Der Ausstecher ist etwa 9 x 9 cm groß, und circa 1,5 cm hoch und  hat einen Rand zum besseren Anfassen angedruckt.

Der Teig für die ersten Versuche ist ein Klassiker aus meiner Küche:

  • 250 g Butter
  • 2 Eier
  • 250 g Zucker
  • 500 g Mehl
  • 1 TL Backpulver
  • 1 Prise Salz

Die Butter mit dem Zucker schaumig schlagen, die Eier dazu geben, und das Mehl unterkneten. Den Teig in Folie gewickelt über Nacht im Kühlschrank ruhen lassen. Der Plan ist, dass der Teig seine Form beim backen behält und nicht zu sehr aufgeht und damit das Muster zerstört, was wir gerne im Keks haben möchten. Ich bin ja doch etwas faul was Kekse verzieren angeht und hoffe, es mir damit ersparen zu können.

Ausgerollt habe ich den Teig auf einer Silikonmatte. Das hat den Vorteil, dass man nicht zusätzliches Mehl braucht was den Teig trocken und brüchig machen.

Gefüllt wurden die Augen und der Mund mit verdünnter, warmer und durch ein Sieb gestrichener Himbeer-Marmelade.

Ab in Ofen damit und bei 160°C ca. 12-15 Minuten backen, bis die Kekse leicht gebräunt sind.

Und dann der kritische Blick: Alle Details im Keks angekommen? Nichts abgebrochen oder verloren gegangen? Teig nicht zu dick und nicht zu dünn?

Hier nochmal der Vergleich: Die Ausstecher und die zugehörigen fertigen Kekse:

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Und zum Schluss die spannende Frage: wo kriegt man sowas? Die Modelle habe ich auf Thingiverse gefunden und und gedruckt wurde hier: 3D Druck

Gegessen werden die Kekse dann in den nächsten Tagen gemeinsam bei einer Tasse Kaffee und bei der Planung der nächsten Ausstecher. Wenn ihr Ideen habt, lasst es mich wissen und wir werden schauen, was wir davon umsetzen können.

Lieben Gruß und Happy Halloween,

Eure Moni

Oma hat Geburtstag – Nougat Torte

Oma wird 90 – es gibt Torte !

Jetzt aber nicht so was einfaches, das hatte ich schon oft genug. Was besonderes sollte es sein, elegant, und etwas, was ich noch nie für die Familie gebacken oder in der Deko hatte.

Und wie es so ist: es ist ganz wichtig, und man hat kaum Zeit weil viel unterwegs und dann geht alles schief …

Aber hier erstmal das Rezept für den einfachen Biskuit Boden und die Nougat-Füllung:

  • 8 Eier
  • 200 g Mehl
  • 200 g Zucker
  • eine Prise Salz
  • 2 Becher Schlagsahne
  • 3 Tafeln Schokolade mit hellem Nougat
  • 3 Tafeln Schokolade mit dunklem Nougat

Den Biskuit ganz klassisch zubereiten. Eier trennen,  und die Eiweisse zu Schnee schlagen, die Eigelbe mit dem Zucker rühren lassen, bis sie schaumig und cremig sind. Das Mehl sieben und unter die Eigelb-Masse rühren, dann vorsichtig den Eischnee unterheben. Als Form habe ich  den Boden einer 24er Springform mit Backpapier ausgelegt und den Rand nicht gefettet. Die Masse in die Form gießen, vorsichtig glatt streichen und ab in Ofen damit. Bei 160°C Heissluft dauert es ca. 45 Minuten bis der Boden durchgebacken und auch stabil ist. Ich war etwas zu ungeduldig, habe ihn zu früh rausgenommen und zur Strafe ist er zusammen gefallen und irgendwie auch schief geworden.

Die Nougatmasse war einfacher in der Herstellung: Sahne aufkochen, kleingehackte Schokolade rein, abkühlen lassen, fertig. War jedenfalls der Plan. Die Masse wurde nicht fest, lies sich nicht aufschlagen, passte also damit wunderbar zum schiefen und eingefallenen Boden.

Die Zeit rennt einem davon, nichts funktioniert, erstmal nen Kaffee. Dann tief durchatmen und noch tiefer in die Trickkiste greifen. Und da finden wir: Kokosfett ! Schmelzen, unter die Schokolade rühren, nochmal in Kühlschrank damit und hoffen, dass eine Stunde zum kühlen reicht.

In der Zwischenzeit habe ich mich mal mit der Deko befasst. Tortenspitze auf Fondant soll es werden. Das letzte mal habe ich Spitze vor einem Jahr gemacht, damit ist das ganze auch perfekt, um das dritte zu sein, was schief geht.

Die Silikonmatte für die Spitze rausgeholt, dazu einen Becher zum Paste anrühren, nochmal lesen und dann mutig ans Werk. Die Silikonmatte und das Spitzenpulver kann man bei Amazon bestellen, oder auch im guten Backzubehör Laden kaufen.

Das Pulver wird mit Wasser angerührt und gleicht dann von Farbe, Konsistenz und Geschmack ganz klassischer Spachtelmasse die man aus dem Baumarkt kennt, aber es ist essbar. Die Paste habe ich mit einem Silikonspatel in die Form gedrückt und mit einer langen kalten leicht feuchten Palette abgezogen. Wichtig ist, dass nur die Vertiefung mit der Masse gefüllt ist.

Anschließend kommt das ganze in Backofen, je nach Variante 12 Minuten bei 80°C oder 6 Minuten bei 120°C … mein Ofenthermometer hat mir wunderschöne 100°C angezeigt, also haben ich die Zeit auf 9 Minuten geschätzt. Es war genug Masse da, dass die ersten drei Versuche hätten schief gehen können. Sind sie aber zum Glück nicht. Die Matte dann vorsichtig aus dem Ofen holen und etwas abkühlen lassen, umdrehen und die Spitze anlösen, festhalten und die Matte abziehen. Gaaaanz langsam, mit Gefühl, zärtlich – und dann löst sie sich ganz leicht.

Endlich hat sich jetzt auch die Schokomasse entschlossen, fest zu werden. Dann fix in die Küchenmaschine damit und fluffig locker leicht aufschlagen. Der Boden wurde zweimal durchgeschnitten und der untere Teil in einen Tortenring gesperrt. Füllung drauf, Oberteil der Torte drauf, noch mehr Füllung und den mittleren Teil vom Boden. Und nochmal Schokolade für einen sauberen Abschluss. So lässt sich wunderbar verstecken, dass ich einen schiefen und eingefallenen Boden gebacken habe.

Nach einer weiteren Stunde in der Kühlung und leckerem Abendessen mit Freunden war die Torte soweit, dekoriert zu werden. 500g Fondant wurden weich geknetet und ausgerollt. Mittlerweile ist auch die Küche zu klein und der große Esstisch im Wohnzimmer ist gerade noch groß genug. Die 24er Torte ist etwa 5 cm hoch, also muss der Fondant ca. 35 cm im Durchmesser haben, um alles komplett eindecken zu können. Vorsichtig mit dem Nudelholz drüber legen, andrücken, nicht dran ziehen und Falten vermeiden.

Jetzt noch die Spitze drauf und fertig. Die Tortenspitze ist flexibel und der Fondant wunderbar klebrig wenn man ihn leicht mit einem Pinsel anfeuchtet. Ich habe drei Stück Spitze gebraucht, und etwas mit einer Schere zurecht geschnitten bis es gut gepasst hat. Oben drauf, auch noch Spitze – fertig !

Die Torte muss danach in Kühlschrank damit die Füllung fest wird und bleibt, leider wird die Spitze dadurch extrem spröde und brüchig, also vorsichtig am nächsten morgen rausholen .. und da fehlt ein Stück spitze … und noch eins …

Wer nachbacken möchte: Wenn man genug Zeit hat, kann die Torte auch erst am nächsten morgen oder kurz vor dem Präsentieren mit der Spitze verziert werden. Die Spitze hält sich am besten, wenn man sie Backpapier legt und dann luftdicht verschlossen bei Zimmertemperatur lagert.

Und lecker war die Torte ! Und gefallen hat sie auch !

Lieben Gruß,

Eure Moni