Oma hat Geburtstag – Nougat Torte

Oma wird 90 – es gibt Torte !

Jetzt aber nicht so was einfaches, das hatte ich schon oft genug. Was besonderes sollte es sein, elegant, und etwas, was ich noch nie für die Familie gebacken oder in der Deko hatte.

Und wie es so ist: es ist ganz wichtig, und man hat kaum Zeit weil viel unterwegs und dann geht alles schief …

Aber hier erstmal das Rezept für den einfachen Biskuit Boden und die Nougat-Füllung:

  • 8 Eier
  • 200 g Mehl
  • 200 g Zucker
  • eine Prise Salz
  • 2 Becher Schlagsahne
  • 3 Tafeln Schokolade mit hellem Nougat
  • 3 Tafeln Schokolade mit dunklem Nougat

Den Biskuit ganz klassisch zubereiten. Eier trennen,  und die Eiweisse zu Schnee schlagen, die Eigelbe mit dem Zucker rühren lassen, bis sie schaumig und cremig sind. Das Mehl sieben und unter die Eigelb-Masse rühren, dann vorsichtig den Eischnee unterheben. Als Form habe ich  den Boden einer 24er Springform mit Backpapier ausgelegt und den Rand nicht gefettet. Die Masse in die Form gießen, vorsichtig glatt streichen und ab in Ofen damit. Bei 160°C Heissluft dauert es ca. 45 Minuten bis der Boden durchgebacken und auch stabil ist. Ich war etwas zu ungeduldig, habe ihn zu früh rausgenommen und zur Strafe ist er zusammen gefallen und irgendwie auch schief geworden.

Die Nougatmasse war einfacher in der Herstellung: Sahne aufkochen, kleingehackte Schokolade rein, abkühlen lassen, fertig. War jedenfalls der Plan. Die Masse wurde nicht fest, lies sich nicht aufschlagen, passte also damit wunderbar zum schiefen und eingefallenen Boden.

Die Zeit rennt einem davon, nichts funktioniert, erstmal nen Kaffee. Dann tief durchatmen und noch tiefer in die Trickkiste greifen. Und da finden wir: Kokosfett ! Schmelzen, unter die Schokolade rühren, nochmal in Kühlschrank damit und hoffen, dass eine Stunde zum kühlen reicht.

In der Zwischenzeit habe ich mich mal mit der Deko befasst. Tortenspitze auf Fondant soll es werden. Das letzte mal habe ich Spitze vor einem Jahr gemacht, damit ist das ganze auch perfekt, um das dritte zu sein, was schief geht.

Die Silikonmatte für die Spitze rausgeholt, dazu einen Becher zum Paste anrühren, nochmal lesen und dann mutig ans Werk. Die Silikonmatte und das Spitzenpulver kann man bei Amazon bestellen, oder auch im guten Backzubehör Laden kaufen.

Das Pulver wird mit Wasser angerührt und gleicht dann von Farbe, Konsistenz und Geschmack ganz klassischer Spachtelmasse die man aus dem Baumarkt kennt, aber es ist essbar. Die Paste habe ich mit einem Silikonspatel in die Form gedrückt und mit einer langen kalten leicht feuchten Palette abgezogen. Wichtig ist, dass nur die Vertiefung mit der Masse gefüllt ist.

Anschließend kommt das ganze in Backofen, je nach Variante 12 Minuten bei 80°C oder 6 Minuten bei 120°C … mein Ofenthermometer hat mir wunderschöne 100°C angezeigt, also haben ich die Zeit auf 9 Minuten geschätzt. Es war genug Masse da, dass die ersten drei Versuche hätten schief gehen können. Sind sie aber zum Glück nicht. Die Matte dann vorsichtig aus dem Ofen holen und etwas abkühlen lassen, umdrehen und die Spitze anlösen, festhalten und die Matte abziehen. Gaaaanz langsam, mit Gefühl, zärtlich – und dann löst sie sich ganz leicht.

Endlich hat sich jetzt auch die Schokomasse entschlossen, fest zu werden. Dann fix in die Küchenmaschine damit und fluffig locker leicht aufschlagen. Der Boden wurde zweimal durchgeschnitten und der untere Teil in einen Tortenring gesperrt. Füllung drauf, Oberteil der Torte drauf, noch mehr Füllung und den mittleren Teil vom Boden. Und nochmal Schokolade für einen sauberen Abschluss. So lässt sich wunderbar verstecken, dass ich einen schiefen und eingefallenen Boden gebacken habe.

Nach einer weiteren Stunde in der Kühlung und leckerem Abendessen mit Freunden war die Torte soweit, dekoriert zu werden. 500g Fondant wurden weich geknetet und ausgerollt. Mittlerweile ist auch die Küche zu klein und der große Esstisch im Wohnzimmer ist gerade noch groß genug. Die 24er Torte ist etwa 5 cm hoch, also muss der Fondant ca. 35 cm im Durchmesser haben, um alles komplett eindecken zu können. Vorsichtig mit dem Nudelholz drüber legen, andrücken, nicht dran ziehen und Falten vermeiden.

Jetzt noch die Spitze drauf und fertig. Die Tortenspitze ist flexibel und der Fondant wunderbar klebrig wenn man ihn leicht mit einem Pinsel anfeuchtet. Ich habe drei Stück Spitze gebraucht, und etwas mit einer Schere zurecht geschnitten bis es gut gepasst hat. Oben drauf, auch noch Spitze – fertig !

Die Torte muss danach in Kühlschrank damit die Füllung fest wird und bleibt, leider wird die Spitze dadurch extrem spröde und brüchig, also vorsichtig am nächsten morgen rausholen .. und da fehlt ein Stück spitze … und noch eins …

Wer nachbacken möchte: Wenn man genug Zeit hat, kann die Torte auch erst am nächsten morgen oder kurz vor dem Präsentieren mit der Spitze verziert werden. Die Spitze hält sich am besten, wenn man sie Backpapier legt und dann luftdicht verschlossen bei Zimmertemperatur lagert.

Und lecker war die Torte ! Und gefallen hat sie auch !

Lieben Gruß,

Eure Moni

Biskuitboden

Mein Opa hat Geburtstag und ich darf eine Torte mitbringen. Große Frage: was wird es ? Ich mag Abwechslung wenn ich Torten zaubere, und bringe ungern zweimal das Gleiche mit. Beim Letzten Besuch anlässlich des 60. Hochzeitstage war es eine Red-Velvet-Hochzeitstorte.

Für den Geburtstag wird es eine Käse-Sahne-Torte (Traumschiff Surprise ist schuld …. und mein tortenfressendes Monster, auch Brüderchen genannt).

Für den Teig braucht man:

  • 6 Eier
  • 150g Zucker
  • 180g Mehl
  • etwas Backpulver
  • 1/2 Vanilleschote
  • 1 Prise Salz
  • Backform rund, 30cm

Ich nehme für solche Torten gerne einen Biskuit als Grundteig – und das Rezept dazu ist total einfach und gut zu merken: pro Ei gibts 25g Zucker und 30g Mehl. Jetzt nur noch über Probieren rausfinden, wieviel Eier man für jede Backform braucht und los gehts.

Die Eier trennen: in die Hand nehmen, vorsichtig mit einem Messer die Schale anschlagen, sie darf ruhig kaputt gehen, so dass man das Ei auseinander brechen kann. Das Eiweisse in eine Schüssel, die Eigelbe in die andere Schüssel. Dabei darauf achten, dass zu den Eiweissen kein Eigelb kommt. Wenn das Eigelb beim aufschlagen kaputt gegangen ist, dann das ganze Ei in die Schüssel mit den Eigelben geben. Spätestens nach dem 3. komplett kaputt gegangenen Ei sollte man seine Technik überdenken 😛

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Jetzt den Mixer aus dem Schrank holen, die Rührstäbe dazu und dann werden die Eiweisse mit der Hälfte vom Zucker aufgeschlagen. So richtig schön lange, bis eine feste Masse entsteht. Der große Test: die Schüssel kopfüber halten … wenn das Eiweiss fest genug ist, bleibt es in der Schüssel.

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Die Eigelbe mit dem restlichen Zucker, dem Mark einer halber Vanillieschote und der Prise Salz aufschlagen, bis das ganze dick und weich und hell und cremig ist.

Der Rest der Vanilleschote kommt ins Zuckerglas. So ergibt sich aus dem „Abfall“ noch wunderbar leckerer selbstgemachter Vanillezucker.

Mehl … Mehl abwiegen, sieben um die kleinen Klümpchen loszuwerden, das Backpulver auch sieben.

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Danach die Mischung unter die Eigelb-Masse rühren. Es wird fest, und klebrig, und vielleicht sogar etwas klumpig. Tapfer weiterrühren.

Jetzt vorsichtig das Eiweiss unter die Eigelb-Zucker-Masse geben. Ich nehme dazu immer das erste Drittel vom Eiweiss und rühre es mit dem Mixer unter die Eigelb-Zucker-Mehl-Masse. Danach wird der Mixer zur Seite gestellt und entweder auf den Schneebesen oder den Teigschaber gewechselt. Das liebevoll ewig lange aufgeschlagene Eiweiss soll ja seine fluffige Konsistenz behalten.

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Das nächste Drittel Eiweiss zur Masse dazu, vorsichtig unterheben. Und das ganze genauso mit dem Rest. Der Teig sollte jetzt eine schöne hellgelbe Farbe haben, und ganz cremig sein.

Ab in die Form damit. Die Form nicht fetten, das mag der Biskuit nicht. Eventuell den Boden mit Backpapier auslegen, dann löst sich das ganze nach dem Backen besser vom Boden. Ich nutze eine 30cm Hebebodenform von Birkmann mit Keramik-Beschichtung

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Und dann in den Ofen. Zweite Schiene von unten, etwa 175°C, ca. 15-20 Minuten. Wenn ihr denkt, der Teig ist fertig, sucht man sich ein Holzstäbchen und sticht in den Teig, am Rand un in der Mitte, und zieht das Stäbchen wieder raus. Wenn kein Teig mehr dran kleben bleibt, ist er fertig. Rausholen, auskühlen lassen.

Der fertige Boden. Mit einem Messer wird er vorsichtig vom Rand der Tortenform gelöst, dann aus der Form gehoben und vorsichtig auf ein Backpapier gestürzt. Dann ist unten oben und es sieht mit der fertigen Torte später besser aus.

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