3D gedruckte Keksausstecher

Vor ein paar Wochen habe ich jemanden kennen gelernt, der sich mit 3D Druck auskennt und auch einen oder zwei Drucker zuhause stehen hat. Nach einem netten Abend kamen wir auf die Idee, das man vielleicht Keksausstecher drucken kann. Der Gedanke fing an zu reifen, ich schaute mir ein paar Projekte von ihm an, und dann stand fest: probieren wir!

Was kann man drucken, wie groß, wie aufwendig, was passt zum Teig, welcher Teig … die üblichen Fragen eben. Aber Halloween stand vor der Tür und damit war das Thema festgelegt: Ein Kürbis wird es. Motiv gesucht, 3D Modell genommen, an den Drucker angepasst, noch etwas optimiert und dann der erste Versuch.

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Frisch aus dem Drucker, noch ein paar überstehende Fäden abgekratzt und dann erstmal ein Foto für die Welt machen. Der Ausstecher ist etwa 9 x 9 cm groß, und circa 1,5 cm hoch und  hat einen Rand zum besseren Anfassen angedruckt.

Der Teig für die ersten Versuche ist ein Klassiker aus meiner Küche:

  • 250 g Butter
  • 2 Eier
  • 250 g Zucker
  • 500 g Mehl
  • 1 TL Backpulver
  • 1 Prise Salz

Die Butter mit dem Zucker schaumig schlagen, die Eier dazu geben, und das Mehl unterkneten. Den Teig in Folie gewickelt über Nacht im Kühlschrank ruhen lassen. Der Plan ist, dass der Teig seine Form beim backen behält und nicht zu sehr aufgeht und damit das Muster zerstört, was wir gerne im Keks haben möchten. Ich bin ja doch etwas faul was Kekse verzieren angeht und hoffe, es mir damit ersparen zu können.

Ausgerollt habe ich den Teig auf einer Silikonmatte. Das hat den Vorteil, dass man nicht zusätzliches Mehl braucht was den Teig trocken und brüchig machen.

Gefüllt wurden die Augen und der Mund mit verdünnter, warmer und durch ein Sieb gestrichener Himbeer-Marmelade.

Ab in Ofen damit und bei 160°C ca. 12-15 Minuten backen, bis die Kekse leicht gebräunt sind.

Und dann der kritische Blick: Alle Details im Keks angekommen? Nichts abgebrochen oder verloren gegangen? Teig nicht zu dick und nicht zu dünn?

Hier nochmal der Vergleich: Die Ausstecher und die zugehörigen fertigen Kekse:

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Und zum Schluss die spannende Frage: wo kriegt man sowas? Die Modelle habe ich auf Thingiverse gefunden und und gedruckt wurde hier: 3D Druck

Gegessen werden die Kekse dann in den nächsten Tagen gemeinsam bei einer Tasse Kaffee und bei der Planung der nächsten Ausstecher. Wenn ihr Ideen habt, lasst es mich wissen und wir werden schauen, was wir davon umsetzen können.

Lieben Gruß und Happy Halloween,

Eure Moni

Oma hat Geburtstag – Nougat Torte

Oma wird 90 – es gibt Torte !

Jetzt aber nicht so was einfaches, das hatte ich schon oft genug. Was besonderes sollte es sein, elegant, und etwas, was ich noch nie für die Familie gebacken oder in der Deko hatte.

Und wie es so ist: es ist ganz wichtig, und man hat kaum Zeit weil viel unterwegs und dann geht alles schief …

Aber hier erstmal das Rezept für den einfachen Biskuit Boden und die Nougat-Füllung:

  • 8 Eier
  • 200 g Mehl
  • 200 g Zucker
  • eine Prise Salz
  • 2 Becher Schlagsahne
  • 3 Tafeln Schokolade mit hellem Nougat
  • 3 Tafeln Schokolade mit dunklem Nougat

Den Biskuit ganz klassisch zubereiten. Eier trennen,  und die Eiweisse zu Schnee schlagen, die Eigelbe mit dem Zucker rühren lassen, bis sie schaumig und cremig sind. Das Mehl sieben und unter die Eigelb-Masse rühren, dann vorsichtig den Eischnee unterheben. Als Form habe ich  den Boden einer 24er Springform mit Backpapier ausgelegt und den Rand nicht gefettet. Die Masse in die Form gießen, vorsichtig glatt streichen und ab in Ofen damit. Bei 160°C Heissluft dauert es ca. 45 Minuten bis der Boden durchgebacken und auch stabil ist. Ich war etwas zu ungeduldig, habe ihn zu früh rausgenommen und zur Strafe ist er zusammen gefallen und irgendwie auch schief geworden.

Die Nougatmasse war einfacher in der Herstellung: Sahne aufkochen, kleingehackte Schokolade rein, abkühlen lassen, fertig. War jedenfalls der Plan. Die Masse wurde nicht fest, lies sich nicht aufschlagen, passte also damit wunderbar zum schiefen und eingefallenen Boden.

Die Zeit rennt einem davon, nichts funktioniert, erstmal nen Kaffee. Dann tief durchatmen und noch tiefer in die Trickkiste greifen. Und da finden wir: Kokosfett ! Schmelzen, unter die Schokolade rühren, nochmal in Kühlschrank damit und hoffen, dass eine Stunde zum kühlen reicht.

In der Zwischenzeit habe ich mich mal mit der Deko befasst. Tortenspitze auf Fondant soll es werden. Das letzte mal habe ich Spitze vor einem Jahr gemacht, damit ist das ganze auch perfekt, um das dritte zu sein, was schief geht.

Die Silikonmatte für die Spitze rausgeholt, dazu einen Becher zum Paste anrühren, nochmal lesen und dann mutig ans Werk. Die Silikonmatte und das Spitzenpulver kann man bei Amazon bestellen, oder auch im guten Backzubehör Laden kaufen.

Das Pulver wird mit Wasser angerührt und gleicht dann von Farbe, Konsistenz und Geschmack ganz klassischer Spachtelmasse die man aus dem Baumarkt kennt, aber es ist essbar. Die Paste habe ich mit einem Silikonspatel in die Form gedrückt und mit einer langen kalten leicht feuchten Palette abgezogen. Wichtig ist, dass nur die Vertiefung mit der Masse gefüllt ist.

Anschließend kommt das ganze in Backofen, je nach Variante 12 Minuten bei 80°C oder 6 Minuten bei 120°C … mein Ofenthermometer hat mir wunderschöne 100°C angezeigt, also haben ich die Zeit auf 9 Minuten geschätzt. Es war genug Masse da, dass die ersten drei Versuche hätten schief gehen können. Sind sie aber zum Glück nicht. Die Matte dann vorsichtig aus dem Ofen holen und etwas abkühlen lassen, umdrehen und die Spitze anlösen, festhalten und die Matte abziehen. Gaaaanz langsam, mit Gefühl, zärtlich – und dann löst sie sich ganz leicht.

Endlich hat sich jetzt auch die Schokomasse entschlossen, fest zu werden. Dann fix in die Küchenmaschine damit und fluffig locker leicht aufschlagen. Der Boden wurde zweimal durchgeschnitten und der untere Teil in einen Tortenring gesperrt. Füllung drauf, Oberteil der Torte drauf, noch mehr Füllung und den mittleren Teil vom Boden. Und nochmal Schokolade für einen sauberen Abschluss. So lässt sich wunderbar verstecken, dass ich einen schiefen und eingefallenen Boden gebacken habe.

Nach einer weiteren Stunde in der Kühlung und leckerem Abendessen mit Freunden war die Torte soweit, dekoriert zu werden. 500g Fondant wurden weich geknetet und ausgerollt. Mittlerweile ist auch die Küche zu klein und der große Esstisch im Wohnzimmer ist gerade noch groß genug. Die 24er Torte ist etwa 5 cm hoch, also muss der Fondant ca. 35 cm im Durchmesser haben, um alles komplett eindecken zu können. Vorsichtig mit dem Nudelholz drüber legen, andrücken, nicht dran ziehen und Falten vermeiden.

Jetzt noch die Spitze drauf und fertig. Die Tortenspitze ist flexibel und der Fondant wunderbar klebrig wenn man ihn leicht mit einem Pinsel anfeuchtet. Ich habe drei Stück Spitze gebraucht, und etwas mit einer Schere zurecht geschnitten bis es gut gepasst hat. Oben drauf, auch noch Spitze – fertig !

Die Torte muss danach in Kühlschrank damit die Füllung fest wird und bleibt, leider wird die Spitze dadurch extrem spröde und brüchig, also vorsichtig am nächsten morgen rausholen .. und da fehlt ein Stück spitze … und noch eins …

Wer nachbacken möchte: Wenn man genug Zeit hat, kann die Torte auch erst am nächsten morgen oder kurz vor dem Präsentieren mit der Spitze verziert werden. Die Spitze hält sich am besten, wenn man sie Backpapier legt und dann luftdicht verschlossen bei Zimmertemperatur lagert.

Und lecker war die Torte ! Und gefallen hat sie auch !

Lieben Gruß,

Eure Moni

Modellbahntage in Brandenburg Havel

Hey ihr Lieben,

heute mal weder kochen noch backen, sondern eher staunen und bewundern. In Brandenburg an der Havel finden aktuell gerade die Modellbahntage präsentiert von den Brandenburger Modellbahn-Freunde e.V. in der St. Johannis Kirche mitten in der City statt.

http://bmfev.de/ausstellungen.html – Eigentlich kommt hier ein Bild hin, aber so könnt ihr gleich noch den Verein kennen lernen.

Die Ausstellung findet jedes Jahr statt, dieses Jahr bin ich das erste Mal offiziell als Helferlein dabei und es ist unglaublich interessant, mal das ganze von Hinter den Kulissen erleben zu dürfen. Es stecken unglaublich viele Stunden an Organisation und jede Menge Schweiß in diesen 4 Tagen, von denen der Besucher nur das perfekte Ergebnis sehen soll.

Die große Herausforderung für dieses Jahr war ungeplant: Es mussten neue Räumlichkeiten her, und es wurde was fantastisches gefunden: Die St. Johanniskirche in Brandenburg an der Havel, uralt, zerfallen, zerbombt, notdürftig repariert, im Jahr 2015 saniert und jetzt ist es der perfekte Platz für die Ausstellung.

Und dann wurde geplant, wer vorbei kommt, was ausgestellt wird, wie was hingestellt wird, Auflagen mussten beachtet werden, Genehmigungen beantragt, Werbung gemacht – das Übliche und der ganz normale Wahnsinn, wenn man sein Können der Welt präsentieren möchte ! Und irgendwann: mensch Moni, du hast doch nichts zu tun, kannst du helfen ? Also eigentlich eher so: du Brüderchen, passt du auf meine Katze auf? Also ich würde dann auch Helfen, falls ihr noch ne Hand braucht … und Brüderchen: Deal – yeah … Ausstellung !!!!! So kann man sich auch einschleichen 😉

Es gibt Anlagen verschieder Spurbreiten zu sehen, riesig groß, größer als die Wohnzimmer der meisten Menschen, die ich bis jetzt kennen lernen durfte. Kein wunder, dass man sich eine alte Kirche sucht, um präsentieren zu können, alles andere ist einfach zu klein.

Genug geschrieben, hier jetzt ein kleiner Einblick in die noch kleinere Welt:

Oh, keine Besucher drauf, aber es waren viele da. Und Wochenende kommt, also wer in der Nähe von Brandenburg wohnt – alles unter 200km zählt als in der Nähe – darf gerne vorbei kommen. Bringt ein paar Euros für den Eintritt mit, die Kamera nicht vergessen und dann schaut euch an, bestaunt und bewundert was die Vereinsmitglieder in ihrer Freizeit liebevoll gebastelt habenl. Nix mit Spielzeug für Kinder, oder vielleicht doch – denn man lernt alles: Planung, Gestaltung, Elektrik, Elektronik, Holzarbeiten, Kommunikation, Basteln, Bauen, Optimieren, Einreissen, wieder Aufbauen, Fehler erzeugen, Fehler finden, Fehler beseitigen, und ganz am Ende: Der Zug fährt !

In dem Sinne: Samstag und Sonntag, den 1.10. und 2.10. jeweils von 10 bis 18 Uhr in der St. Johannis Kirche in Brandenburg an der Havel.

Ach ja, wie man da hin kommt: Auto ist ungünstig, es gibt nur wenige Parkplätze, Boot ist super, der Havelanleger ist direkt vor der Kirche. Alternativ auch gerne mit dem Zug – wie passend – der RE1 fährt von Magdeburg oder Berlin nach Brandenburg, die RB51 kommt aus Rathenow, von dort aus mit der Tram Linie 2 oder 6 bis Haltestelle Ritterstraße/Museum und dann noch ein paar Schritte zu Fuß.

Ich würde mich freuen, ein paar von Euch als Besucher begrüssen zu dürfen 🙂

Lieben Gruß,

Eure Moni

Marmor-Kirsch-Muffins

Donnerstag morgen, 8 Uhr, und die Erkenntnis: Freitag ist Radtour, dazwischen noch Arbeiten, einmal Feiern gehen, zum Frühstück und shoppen verabredet und eigentlich hat man doch immer was für unterwegs eingepackt gehabt.

Also schnell in die Küche, Susi hingestellt und der Blick in den Vorratschrank: Mehl, Zucker, Butter, Eier, Kakao, Kirschen – och ja doch, sieht gut aus. Muffinförmchen sind auch gerade sauber, haben sich auch die letzen male auf dem Fahrrad ganz gut gemacht, dann mal los.

Hier die Zutaten:

  • 4 Eier
  • 150 g Zucker und 25 g selbstgemachter Vanillezucker
  • 1 Prise Salz
  • 200 g Mehl
  • 1 TL Backpulver
  • 2 TL Kakaopulver
  • etwas Milch
  • Sauerkirschen ohne Stein aus dem Glas

Und jetzt wie üblich: Eier mit dem Zucker schaumig schlagen, die Butter schmelzen und langsam einrühren, Mehl und Backpulver sieben und unterrühren.

Danach den Teig halbieren und in eine Hälfte das gesiebte Kakaopulver und die Milch einrühren.

Die Muffinförmchen habe ich auf ein Backblech sortiert. Wie ihr seht, sind es zwei verschiedene Sorten: die zwei Reihen links sind von Lidl, die drei Reihen rechts sind von Tchibo. Ich persönlich finde die von Lidl etwas besser, da sie dünner und flexibler sind, was beim rauslösen der Muffins von Vorteil ist.

Jetzt geht es ans füllen:

Hellen Teig nach unten, Kirschen drauf, dunklen Teig drauf, ab in Ofen. Geht auch anders rum, hatte ich auch noch vor, aber irgenwie war der helle Teig dann alle … Mitdenken schadet auch beim backen nicht.

Dann ab in Ofen damit. 180 °C Ober- und Unterhitze, bis sie fertig sind. Ich weiss, blöder Satz, aber so ist es nunmal. Ich habe sie glaube ich 20 Minuten gelassen. In meiner Wohnung gilt zum Glück auch: wenn ich es im Wohnzimmer rieche, ist in der Küche was fertig geworden.

Ich backe sie auch relativ heiß, damit sie schön aufgehen und nachher aussehen wie kleine Berge. Das heiß backen, hat auch den Vorteil, dass der Zucker im Teig am Rand karamelisiert und sich die Muffins nach dem Abkühlen besser aus der Form lösen. Selbst wenn ich sie langsam bei niedriger Temperatur backe, drehe ich hinterher den Ofen nochmal hoch. Nichts ist schlimmer als was liebevoll gebackenes, was sich dann nicht aus der Form löst.

Fertig ! Jetzt noch 5 Minuten bei geöffneter Ofentür im Ofen ruhen lassen – der Temperaturschock ist sonst einfach zu groß. Danach rausholen, und abkühlen lassen.

Jetzt bleibt nur noch zu hoffen, dass wir morgen perfektes Radtourwetter haben und es allen schmeckt.

Lieben Gruß und viel Spaß beim Nachbacken,

Eure Moni

Gotta Catch ′Em All !

Überall Pokemon ! Sogar in meiner Küche haben sie sich ausgebreitet, und im Bett, im Wohnzimmer, auf dem Balkon, überall ! Und meine Katze tut völlig uninteressiert.

Dann liegt es an mir, sie alle zu fangen. Das geht am besten mit Pokebällen, die sooo lecker sind, dass kein Pokemon wiederstehen kann 🙂

Hier die Zutaten

  • 3 Eier
  • 125 g Butter
  • 125 g Zucker
  • 250 g Mehl
  • 1 TL Backpulver
  • 100 ml Milch

Die Eier trennen und das Eiweiss mit etwas Zucker und einer Prise Salz steif schlagen. Dabei darauf achten, dass die Eiweiss nicht mit Fett in Berührung kommen, also erst die Eier trennen, und dann mit dem Messer in die Butter – oder lieber nicht. Salmonellen sind gefährlich und man möchte nach dem Backen nicht krank werden.

Dann die Eigelb mit dem Zucker und der weichen Butter schaumig rühren (lassen).

In der Zwischenzeit das Mehl sieben und mit dem Backpulver mischen. Und dann abwechseln mit der Milch unter die Ei-Butter-Zucker-Masse rühren. Danach habe ich den Rührhaken von der Küchenmaschine gewechselt und vorsichtig den Eischnee untergehoben. Erst ein Drittel, vorsichtig rühren lassen, dann das nächste Drittel. Und den Rest habe ich mit dem Teigschaber untergehoben. So bleibt die ganze Luft aus dem Eischnee im Teig erhalten. Anschließend ging der Teig mit Hilfe von 2 Löffeln in kleinen Portionen aufs Blech, in der Hoffnung das es schöne gleichmäßig runde Kuchen werden. Hat nicht funktioniert … alles extrem viel breiter gelaufen, gut, war zu erwarten, aber definitiv nicht rund. Für nächste mal probiere ich das ganze mit Hilfe einer Spritztülle.

Nach dem Backen habe ich das ganze abkühlen lassen und mit Hilfe von einem Glas in eine schöne runde gleichmäßige Form gebracht.

Jetzt geht es ans Verzieren: Schrank rauf, Tüte mit der fertigen Zuckerguss-Trockenmasse finden, anrühren, einfärben.

Erst die eine Hälfte der Teiglinge mit weissem Zuckerguss versehen, dann was abfüllen für später. Einen Teil gleich schwarz färben und den Rest schön kräftig Rot. Damit das Rote etwas schicker auf den Pokeball kommt als das weisse nehme ich dann doch einen Spritzbeutel mit kleiner Lochtülle. Erst aussen rum eine Linie ziehen damit später nichts überläuft und dann ausfüllen. Muss nicht gleich perfekt sein, kleine Löcher lassen sich durch das vorsichtige Verstreichen vom Zuckerguss füllen.

Anschließend den schwarzen Zuckerguss in den Spritzbeutel füllen und einen Kreis und die typische Pokeball Linie aufzeichen. Zum Schluss in den schwarzen Kreis noch ein bisschen was weisses und fertig !

Jetzt kann die Jagd beginnen. I wanna be the very best !

 

 

Einmal rund um Cork – Teil 1

Einmal mit dem Auto durch Irland fahren …. denkt man sich so einfach. Dachte ich mir auch, habe den Mietwagen gebucht, und dann auch wirklich am Schalter trotz minimalen Sprachprobleme bekommen und dann … Tja … dann ist das alles Andersrum ?!?!?

Also nicht das man es nicht gewusst hätte, aber wenn man so drin sitzt in dem Auto, Lenkrad wie immer, Pedale wie immer, Schaltknüppel wie immer … ach nee, das war die Tür. Nix Schalthebel mit dem rechten Arm bedienen. Und dann ist das komplette Auto so links hinter einem … ungewohnt. Kurze Erinnerung: Wie war das damals in der Fahrschule? Sitz einstellen, Spiegel einstellen, Navi programmiert, Radio an, Handbremse lösen, ersten Gang einlegen und dann geht es los. Gaaaaanz langsam und vorsichtig. Wie breit ist mein Auto? Welche Spur muss ich nehmen? Ich lass den mal erstmal noch vorbei. Und den auch. Und den nächsten. Jetzt könnte die Lücke groß genug für mich sein … und das beim Ausparken. Mama sitzt natürlich neben einem: Kind, pass auf, und da Vorne. und da Links. und Rechts. und nochmal zurück. du musst da lang ….

Die ersten Meter waren etwas ungewohnt, auf der Autobahn wurde das ganze dann einfacher und dann zum eingewöhnen schön 200km Richtung Süden. Breite Straße, gutes Wetter, wenig Verkehr – perfekt!

Und am nächsten Tag: Lass uns nach Blarney Castle fahren. Durch enge und nicht so enge Straßen, aber wird schon passen, andere Autos sind hier auch schon lang ! Einmal Blarney Caste besteigen, den Blarney Stone küssen, durch den wunderschönen Park wandern und nach 5 Stunden endlich wieder im Auto sitzen dürfen.

Neuer Tag, neues Ziel: Kinsale und Old Head of Kinsale. Wunderschöner Strand – Sand und das Wasser war dank Flut auch da. Aber Kalt !!! Eiskalt !!! Gleich oberhalb vom Strand lag auch das James Fort um das man einmal rumlaufen konnte und dabei tolle Panorama Fotos vom Strand und der Stadt auf der gegenüberliegenden Seite der Bucht schießen konnte.

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Wenn man von Kinsale aus weiter Richtung Süden fährt kann man die Klippen am Old Head of Kinsale besuchen … traumhaft schön, wenn sie nicht gerade in den Wolken liegen. Wir hatten etwas Pech mit dem Wetter und schon am Strand die tiefhängenden Wolken gesehen. Voller Vorfreude haben wir trotzdem die engen Straßen zu den Klippen überwunden um dann in einer dicken Wolke zu verschwinden … alles hellgrau … aber man konnte das Meer rauschen hören. Also wieder ab nach Hause.

Der Trip nach Fermoy war nicht so ergiebig … Sonntags haben auch in Irland die Geschäfte zum Teil geschlossen, und ausser der Blackwater Bridge und einem Park mit Spielplatz gab es nicht wirklich viel zu sehen.

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Ein paar Tage Urlaub habe ich noch, genug Zeit um weiter die Umgebung zu Erkunden. Cobh und Clonakilty sind geplant. Und natürlich noch ein Versuch mit den Klippen … aber vielleicht diesmal an einer anderen Ecke. Mal schauen, wo google maps und mein Navi mich hinführen.

Liebe Grüße aus Irland, Eure Moni

Essen und Trinken in Irland

Es ist soweit, es hat mich mal wieder auf die Grüne Insel verschlagen, eine Woche Urlaub mit Mama, dem Verlobten und einem Auto im wunderschönen Süden von Irland.

Irland ist wunderschön grün, feucht, wolkig, selten sogar sonnig und immer eine Reise Wert. Die Esskultur klingt immer so seltsam wenn man Filme schaut, oder Bücher liest. Aber man sollte es einfach mal probieren. Und ich habe zum Glück einen fantastischen Markt vor der Tür und eine Küche, die ich nach Lust und Laune nutzen kann.

Der Markt: Der English Market in Cork – Uralt und doch sehr modern. Es gibt Fleisch, Fisch, Obst, Gemüse, Bioläden, Asialäden, Käse, Schinken, Kaffee … alles tagesfrisch und aus der Region. Wer hier nichts zu essen findet, ist selbst schuld, wenn er verhungert !

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Und was kocht man aus den Zutaten: typisch Deutsches Essen natürlich, für die armen Ausgewanderten Deutschen in Irland die einfache gute deutsche Küche vermissen.

Paprikaschoten, Linsensuppe, Rouladen, Klöße … und man bringt Knacker mit !

Mein Klassiker zum Anfang sind gefüllte Paprika, gehen schnell, schmecken lecker und man hat noch was für den nächten Tag zum auf Arbeit mitnehmen. Dann einen Abend mit Fisch und Gemüse – es gab Whiting mit Tomatensalat. Hühnerkeulen …. dürfen auch nicht fehlen ! Hier schon fertig mariniert vom Markt – und eigentlich keine ganzen Keulen, sondern nur die Hühneroberschenkel zusammen mit selbstgemachten Rosmarinkartoffeln und Tomatensalat.

Und was gibt es hier im Pub? Natürlich Bier !

In Cork trinkt man Murphy’s habe ich gelernt. Und natürlich das lokal gebraute Fransiscan. Einmal als Red Ale und als Chieftain mit Pfirsisch Aroma. Mehr Pub habe ich noch nicht kennen gelernt, aber zwei Abende bleiben mir noch.

Frühstück besteht hier klassisch aus einem Irish Breakfast, mit Ei, Speck, Bohnen, Blut- und Leberwurst, Tomate und Würstchen. Dazu Toast mit Butter.

Wer das nicht mag, kriegt alle anderen möglichen Zubereitungsarten von Eiern. Gekocht, aber meistens als Rührei oder Spiegelei. Mit Tomate, Bohnen, Räucherlachs, Speck, dazu Toast mit Butter. Gerne auch Marmelade. Und Cornflakes mit Milch oder Joghurt.

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Und Essen? Fish and Chips ! Klassisch, überall anders. und immer lecker. Welcher Fisch wird genommen? Das was gefangen wurde … man kann es auch Fish of the Day nennen 😉

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Und hinterher gibts Dessert ! Kuchen, Eis, Bonbons … egal, alles Meins !

Die Iren haben eine Schwäche für Schokolade – wie passend, ich auch 🙂

Also gabs beim Italiener einen Stück luftig leichten leckeren Schokokuchen gefüllt mit Schokosahne und Kakaopulver bestäubt, liebevoll dekoriert auf einem Teller.

Im Steakrestaurant gabs lecker Eisbecher. Vanilleeis, dazu Schokokuchenkrümel, Sahne, Sirup, Schokostreusel und Schokosoße

Wenn es schnell gehen muss, gibts klassisch Schokod0nuts – im Viererpack. Und ganz zufällig passen genau vier Donuts in meinen Magen.

Und ich habe einen kleinen Bonbonladen gefunden, der noch Bonbons in Handarbeit herstellt. Lecker !

 

So, ein paar kleine Eindrücke über das Essen und Trinken in Irland. Wer es auf die Insel schafft, defintiv ein paar Tage länger bleiben und das Hotel oder Bed and Breakfast mit Frühstück buchen und einmal die Karte durchprobieren !

Erdbeer-Torte

Im Mai gibts die ersten Erdbeeren zu kaufen, im Garten brauchen sie leider noch ein wenig.

Deshalb hier die Torte vom letzen Jahr 😉

Für den Teig:

  • 3 Eier
  • 130 g Butter
  • 130 g Zucker
  • 130 g Mehl
  • etwas Backpulver

Butter und Zucker schaumig schlagen, dann die Eier einzeln unterrühren und das Mehl gemischt mit dem Backpulver unterheben. Natürlich ist die Backform schon vorbereitet: Aus Silikon, einmal kalt ausgespült und auf einen Gitterrost gestellt. Silikonformen sind ja nicht wirklich stabil, und das wird leider auch nicht besser, wenn Teig drin ist.

Gebacken wird im Ofen auf mittlerer Schiene, etwas 160 °C Heissluft oder 180 °C Ober- und Unterhitze ca. 25 Minuten.

Zwischenzeitlich die Erdbeeren mit Stiel waschen, vom Stiel befreien und je nach Größe im Ganzen lassen, Halbieren oder Vierteln.

Den Tortenboden gut abkühlen lassen und vorsichtig stürzen – wäre schade, wenn er nach soviel Arbeit kaputt geht. Dazu am besten die Tortenplatte wo er später drauf soll, oder ein Küchenbrett auf den Boden in der Form legen, mit einer Hand oben drauf fassen, die andere kommt unter die Form. Und umdrehen. Nun vorsichtig die Silikonform lösen.

Auf dem ausgekühlten Tortenboden verteile ich immer ein Päckchen Sahnesteif – das soll die Feuchtigkeit der Erdbeeren binden, damit der Boden nicht sofort durchweicht. Alternativ tun es auch Mandelblättchen oder eine ganz dünne Schicht flüssige Schokolade die man dann aushärten lässt.

Erdbeeren drauf, schön gleichmäßig verteilen. Fertig – naja, fast. Damit sich das ganze länger hält und etwas stabiler wird, hilft ein Tortenguss. Den gibts in kleinen Tütchen im Laden zu kaufen. Mit etwas Zucker und 250 ml Wasser angerührt und aufgekocht kommt er anschließend über die Erdbeeren. Wenn ihr gut seid, arbeitet ihr etwas ordentlicher als ich … aber der Erdbeerberg auf dem Boden war einfach zu hoch !

Achtet drauf, möglichst alle Erdbeeren mit dem Tortenguss zu bedecken. Das sieht einfach schöner aus und die Torte hält sich etwas länger im Kühlschrank. Kühlschrank auf, Torte rein, durchkühlen lassen. Über Nacht, oder auch nur zwei Stunden bis zum Nachmittag. Dazu passt Sahne mit Schokosplits. Oder Eis. Oder Kaffee. Oder man verzichtet auf das Alles und gönnt sich einfach noch ein zweites Stück. oder ein Drittes. oder ein Viertes … das ist bei mir und meiner Familie schon üblich. Die Torte reicht meistens nicht länger als zwei Nachmittage. Und ist Ideal für das ganz fiese und gemeine 23 Uhr Hüngerchen was sich bei meinem Bruder und mir immer meldet.

Guten Appetit

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LAN-Party Chili

Letzes Wochenende haben wir es endlich geschafft: eine LAN Party stand an. Sieder IV. Wie früher … nur jetzt alle mit Laptop statt großem Rechner und noch größerem Röhrenmonitor.

Und zu einer richtigen LAN Party gehört auch was zu essen, damit das anstrengende siedeln auch Spaß macht – nicht nur die fleissigen Minenarbeiter müssen mit Fleisch und Brot versorgt werden.

Was geht besser in großer Runde als ein schönes Chili? Großen Topf kochen, kann man immer wieder warm machen, jeder isst es und zu anspruchsvoll zum kochen ist es auch nicht.

Hier die Zutatenliste für meine Variante:

  • 1,5 kg Rinderhack
  • 4 Zwiebeln
  • 2 große Büchsen Tomaten
  • 1 Büche Rote Bohnen
  • 1 Büchse Mais
  • 3 Paprika
  • Chili
  • verschiedene Gewürze

Man nehme einen großen Topf – den größten, den man in seiner Küche finden kann. Bei mir der gute Schnellkochtopf, 5 Liter Fassungsvermögen.

Als Basis gibt es eine ganz klassische Tomatensoße. Zwiebeln schälen, fein würfeln – oder hacken lassen. Mein Braun Multimix übernimmt solche arbeiten gerne. Dann in etwas Öl anbraten. Ich habe im Kühlschrank einen Rest Paprikaöl gefunden. Zu den Zwiebeln dann die Tomaten aus der Büche, und Gewürze: Salz,  Pfeffer, Cayenne-Pfeffer, Oregano, Zucker, Paprikapulver, und irgendwie war mein Hirn der Meinung, Zimt muss da auch mit ran. Getrocknete Chili-Schoten habe ich auch gefunden, klein gemacht und mitgekocht. Chili muss Schärfe haben, nicht zu viel, aber man sollte wissen, dass das Chilis dran sind.

Das Ganze habe ich dann etwa 20 Minuten köcheln lassen, und durchpüriert.

In der Zwischenzeit wurden die Paprika in Stücken geschnitten, die Bohnen und der Mais aus ihren Büchsen befreit und abgewaschen und das Hack angebraten. Ich hatte drei 500 g Packungen Rinderhack geholt und sie nach und nach angebraten. Die Pfanne sollte nicht zu voll sein damit es gleichmäßig brät und eine schöne dunkle Farbe annimmt. Zu der letzten gebratenen Portion Hack habe ich noch etwas Tomatenmark und zwei Löffel Paprika-Paste gegeben und mit angeröstet. Das gebratene Hack kam dann zu der leckeren Tomatensoße.

Zum Schluss die Paprikastücken anbraten, in den Topf geben und auch Bohnen und Mais mit dazu. Immer wieder umrühren und noch etwas köcheln lassen.

Zwischendurch hilft es, immer wieder zu kosten. So kann man einschätzen, ob noch Chili dazu muss, oder in meinem Fall: Salz … davon habe ich immer zu wenig dran.

Der Topf durfte dann die Nacht alleine in der Küche verbringen und der Geschmack sich endgültig entwickeln. Manche Gerichte schmecken erst am nächsten Tag richtig gut, Chili gehört definitiv dazu.

Dazu passen frische gebackene noch warme Brötchen.

Guten Appetit

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Ach ja, gewonnen habe ich übrigens 3 von 4 Spielen 🙂

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Brownie Torte Teil 2 – Dekorieren

Lange hat es gedauert, jetzt hier die Fertigstellung der Torte – keine Sorge, so lange stand sie hier nicht rum und wartete auf mich 😉

Die Füllung besteht aus Sahne und Schokolade nach einem Rezept von meiner Oma.

Pro Becher Sahne gibts 1 Tafel Vollmilch-Schokolade und 2 Tafeln Zartbitter-Schokolade. Die Sahne in einem Topf aufkochen, die Schokolade klein hacken und in eine Schüssel geben. Die heisse Sahne drüber gießen und das ganze vorsichtig rühren, bis sich alle Schokolade aufgelöst hat. Ich gehe anschließend immer einmal mit dem Pürierstab rein, so bleiben wirklich keine Schokoklümpchen mehr übrig. Danach wird die Masse zur Seite gestellt und kühlt ganz in Ruhe ab bis auf Raumtemperatur. Nicht in Kühlschrank damit, das wird später zu kalt zum aufschlagen. Und nicht erschrecken, wenn die Masse fest wird.

Große Sorten brauchen große Mengen Schokocreme – also hier waren es am Ende 3 Becher Sahne, 3 Tafeln Vollmilch-Schokolade und 6 Tafeln Zartbitter-Schokolade.

Nach dem Abkühlen habe ich die Masse vorsichtig in der Küchenmaschine aufgeschlagen. Bis sie luftig weich und glänzend war. Nicht zu lange schlagen, sonst wird sie trocken und krümelig und lässt sich nicht mehr so gut verarbeiten.

Anschließend wird der erste große Boden damit bestrichen, der zweite kommt oben drauf und einmal Creme ringsrum. Je glatter die Creme aufgetragen wird, desto eleganter sieht die Torte nachher am Ende aus. Ich habe dafür eine klassische Teigkarte die ich immer wieder sauber gewischt habe genutzt.

Der große Teil ist eingestrichen und kommt wieder auf den Balkon zum kühlen, anschließend ist der kleine obere Teil dran. Den habe ich vorher halbiert, die Oberseite glatt abgeschnitten, gefüllt und eingestrichen.

Dann folgt das große Stapeln. Bei mir gerne auf einem Cakeboard wo es dann auch passend den zugehörigen Karton für den Transport gibt. Damit nichts verrutscht, wird der Unterteil mit Schokoladencreme auf das Board geklebt. Und auch das Oberteil wird mit Schokocreme aufgeklebt. Und die Markierungen? Es sollte ja schon irgendwie symmetrisch werden. Und auch die Überlegung, wie groß denn nun so nen Stück Torte wird. Am Ende hat jeder ein noch kleineres Stück gegessen – was an dem leckeren Essen lag, was es am Abend schon gab.

Anschließend gehts an Dekorieren. Ich nutze dafür den großen Silikonspritzbeutel von Birkmann. Halterung für die Tülle einsetzen, Füllen, Tülle draufschrauben, kurz üben und los gehts !

Rosentülle und große Tupfentülle für die Oberseite, die kleine Tupfentülle für den Rest. Es dauert, und gefühlt wird man nicht fertig. Pro geplantem Stück Torte wurden es mindestens 4 kleine Tupfen, dazu die Deko für oben drauf, und an den Seiten, und die Ecken … damit kann man nämlich auch nicht ganz sauber gearbeitete Kanten verstecken.

Dann das Ergebnis:

 

Danach die Torte vorsichtig und mit viel Kraft in den Karton heben, naja, eher reinschieben und anschließend den Karton zusammenbasteln, und auf den Balkon damit.

Anschließend die Präsentation für das Geburtstagskind, anschneiden, Torte schlachten, genießen, die runde Bäuche streicheln und Komplimente einsammeln.

Wie ihr seht, war ich doch etwas großzügig in meiner Planung …

Pro Tortenstück hätte auch eine größe von 2 x 4 cm gereicht, aber so konnte sich jeder noch ein Stück für zuhause mitnehmen.