Schoko-Himbeer-Torte

Wenn es draussen mal wieder so richtig nass und kalt ist, und man eigentlich den ganzen Tag zuhause bleiben möchte, kann man sich auch in die Küche stellen und was leckeres schokoladiges zaubern. Zusammen mit ner Tasse Kaffee am nachmittag vergisst man dann auch ganz schnell das nicht ganz so schöne Wetter draussen.

Hier das Rezept für den Boden (wer von euch öfter Schokokuchen bäckt, dem kommt das Rezept bestimmt bekannt vor: es ist der Schokoladenkuchen von Jamie Oliver)

  • 200g dunkle Schokolade 70% Kakao anteil
  • 175g Butter
  • 120g weicher brauner Zucker
  • 100g Blanchierte Mandeln, gemahlen. oder auch nicht blanchiert, aber trotzdem gemahlen
  • 2 El Kakaopulver
  • 1 Priese Salz
  • 4 große Eier
  • 150g Mehl mit 1 TL BP vermischt

Füllung und Deko:

  • 3 Becher Schlagsahne
  • 3 Tafeln Vollmilch Schokolade
  • 6 Tafeln Zartbitter Schokolade
  • 2 Löffel Himbeer-Marmelade
  • 1 Tüte Himbeeren TK
  • 1 Päckchen Tortenguss rot
  • 2 Löffel Zucker

Und dann gehts los:

Die Butter mit der Schokolade im Topf schmelzen, dabei aufpassen, dass es nicht zu heiss wird, sonst gerinnt später das Ei wenn es zur Ei-Zucker-Masse gegeben wird. Die Eier und der Zucker werden zusammen mit einer Prise Salz und etwas Vanille schaumig geschlagen, bis eine helle fluffige Masse entsteht. Dann langsam und vorsichtig die Schokoladen-Butter dazu geben. Anschließend die gesiebte Mehl-Kakao-Backpulver-Mischung dazu geben und kurz unterrühren. Ich habe in einer beschichteten 24 cm Springform gebacken und den Boden auch mit Backpapier ausgelegt.

Gebacken habe ich bei 160 °C Heissluft ca. 25 Minuten. Der Kuchen schmeckt besser, wenn er nicht komplett durchgebacken ist und in der Mitte noch etwas feucht. Wenn man ihn zu lange bäckt wird er leider sehr schnell trocken.

Die Schoko-Sahne Masse für die Füllung wird ganz einfach zubereitet: Die Sahne aufkochen, die klein gebrochene Schokolade dazu, auflösen lassen, kräftig umrühren und abkühlen lassenl

Der Boden und auch die Schoko-Sahne kommen zum Auskühlen über Nacht auf den Balkon.

Am nächsten morgen habe ich den Boden mit dem größten Messer was ich finden konnte in drei Schichten geschnitten. Meine Küchenmaschine durfte etwa zwei Drittel der Schoko-Sahne aufschlagen. Auf die unterste Schicht gibt es etwas Himbeer-Marmelade und oben drauf Schoko-Sahne. Nächster Boden, nächste Schicht Schoko-Sahne. Und noch ein Boden – und noch mehr Schoko-Sahne. Und da nicht nur oben drauf, sondern überall um die Torte rum.

Und wie kommen jetzt die Himbeeren in die Mitte?

Man nimmt den Ring von der kleinen 16 cm Springform (alternativ geht auch ein Tortenring) und setzt ihn mittig auf, etwas eindrücken, damit er auch wirklich fest sitzt. Wer beides nicht hat: Alufolie mehrfach gefaltet ist eine gute Alternative. Und dann liebevoll die Himbeeren anordnen.

Den Tortenguss mit zwei Löffeln Zucker und 225 ml Wasser anrühren. Auf der Packung steht was von 250 ml …. aber das wird mir nicht fest genug. Den Tortenguss über die noch gefrorenen Himbeeren geben und das ganze schnell in Kühlschrank damit es fest wird, bevor es doch irgendwo eine Lücke zwischen Schoko-Sahne und Tortenring findet.

Nach 30 Minuten ist der Tortenguss wirklich fest und man kann ihn vorsichtig mit einem Messer aus seinem Gefängnis befreien und den Springformring / Tortenring / Alufolie von der Torte nehmen.

Jetzt wird der Rest der Schoko-Sahne aufgeschlagen, in einen Spritzbeutel gefüllt und mit Hilfe einer 10 mm Sterntülle liebevoll Tupfen um die Himbeeren gespritzt.

torte-fertig

Im Sommer geht das ganze natürlich auch mit frischen Himbeeren, oder Erdbeeren, oder mit Mango, Aprikose … was auch immer bei euch im Garten wächst oder der Bauer um die Ecke für euch angebaut hat.

Lasst es euch schmecken !

Lieben Gruß

Eure Moni

Liebe liegt in der Luft

Sag mal Moni, du bäckst doch gerne. Wir bräuchten da eine Torte für eine Hochzeit, nur was kleines, nicht so aufwendig, Budget ist begrenzt, mit bunt und lecker und allem.

So fängt es immer an. Und dann zur Vorbesprechung: Wir werden doch mehr Leute als gedacht, darf also größer werden. Budget wurde auch angepasst, aber immer noch mit bunt, und regenbogenfarben.

Kein Problem, mein Kopf ist voll mit kreativen Ideen. Ich habe mal eine Torte mit regenbogenfarbenen Schmetterlingen gesehen, zwei Etagen, oben ein Brautpaar drauf – mega kitschig, wunderschön und von der Idee perfekt. Nur das Brautpaar für obendrauf ist immer schwierig, wenn man das Pärchen nicht kennt. Aber was passt besser zu Schmetterlingen als ein ganz eigener Schmetterling der in den Flügeln die Initialen der beiden trägt und somit deren Liebe Flügel verleiht ?

Laptop anwerfen, Käffchen dazu, Design für nen Schmetterling gesucht, Software installiert …. wie macht man das jetzt? Also da was weg, und dafür Buchstaben rein? Zum Glück hatte ich jemanden der sich mit 3D Software auskennt und mir zur Seite stand. Am Abend war das Design fertig und der 3D Drucker lief. Nach einer gefühlten Ewigkeit und immer wieder neugierig schauen was der Drucker macht, hatte ich einen wunderschönen Schmetterling in der Hand. Sah genauso aus, wie ich ihn mir vorgestellt hatte.

Dann geht es an die Torte. Unten ein klassischer Schokoladen-Nuss-Boden mit Nougat-Füllung. Der obere Boden war ein einfacher Vanille-Rührkuchen mit Waldfrucht-Mascarpone-Sahne-Füllung. Wer achtet denn bei einer Hochzeitstorte bitte auf Kalorien?

Dann das erlösende Klingeln vom Postboten – mein Paket mit 5 Kilo Fondant in den verschiedensten Farben ist endlich da!

Was brauchen wir jetzt? Platz zum Fondant ausrollen … was fehlt? Platz zum Fondant ausrollen. Dann verlagern wir eben die Küche ins Wohnzimmer und der Esstisch wird zur Arbeitsplatte. Gegen klebrigen Fondant auf dem guten Tisch helfen entweder riesige Silikon- oder Teflonbeschichtete Matten – die es natürlich nicht so groß gibt wie ich sie brauche. Oder ganz einfach die beste schönste bunteste Wachstuchtischdecke die ihr finden könnt.

Fondant ausrollen, Torte bereitstellen, vorsichtig drüberlegen und andrücken. Nicht ziehen, ganz vorsichtig und zärtlich den Fondant über die Torte streichen. Als Basis habe ich mich für fliederfarbenen Fondant entschieden, das ist nicht klassisch aber trotzdem dezent genug um die regenbogenfarbenen Schmetterlinge zur Geltung zu bringen.

Nachdem beide Torten damit eingedeckt waren, habe ich sie auf den Balkon gestellt. Da ist kühl und trocken und die beiden Schmuckstücke stehen nicht im weg.

Danach war die Deko dran, jede Menge Herzchen und Schmetterlinge wollen ausgestochen und geprägt werden. Farbwahl war rot, orange, gelb, grün, blau, lila. Regenbogenfarben eben. Fondant ausrollen, Schmetterlinge ausstechen, über eine Kante legen und antrocknen lassen. Damit erhalten sie eine schöne fliegende Form und liegen nicht nur platt auf der Torte.

Angeklebt wurde alles mit einem Pinsel und etwas Wasser auf den Lila Fondant.

Zuerst die Herzchen als Basis einmal um die untere Torte. Danach habe ich beiden Torten aufeinander gesetzt und vorsichtig die Schmetterlinge angeklebt.

Als letzes durfte der große gedruckte Schmetterling sich in einen Fuss aus Fondant drücken und seinen finalen Platz auf der Torte finden.

Kleiner Tipp für alle die auch gerne große Torten backen: Macht euch vorher Gedanken, wie ihr euer Kunstwerk hinterher transportieren möchtet – bei mir musste eine Kiste von Ikea und Frischhaltefolie reichen.

Das Brautpaar war begeistert und der große Schmetterling ist eine tolle Erinnerung an den Tag. Alles Liebe euch beiden !

Eure Moni

 

Oma hat Geburtstag – Nougat Torte

Oma wird 90 – es gibt Torte !

Jetzt aber nicht so was einfaches, das hatte ich schon oft genug. Was besonderes sollte es sein, elegant, und etwas, was ich noch nie für die Familie gebacken oder in der Deko hatte.

Und wie es so ist: es ist ganz wichtig, und man hat kaum Zeit weil viel unterwegs und dann geht alles schief …

Aber hier erstmal das Rezept für den einfachen Biskuit Boden und die Nougat-Füllung:

  • 8 Eier
  • 200 g Mehl
  • 200 g Zucker
  • eine Prise Salz
  • 2 Becher Schlagsahne
  • 3 Tafeln Schokolade mit hellem Nougat
  • 3 Tafeln Schokolade mit dunklem Nougat

Den Biskuit ganz klassisch zubereiten. Eier trennen,  und die Eiweisse zu Schnee schlagen, die Eigelbe mit dem Zucker rühren lassen, bis sie schaumig und cremig sind. Das Mehl sieben und unter die Eigelb-Masse rühren, dann vorsichtig den Eischnee unterheben. Als Form habe ich  den Boden einer 24er Springform mit Backpapier ausgelegt und den Rand nicht gefettet. Die Masse in die Form gießen, vorsichtig glatt streichen und ab in Ofen damit. Bei 160°C Heissluft dauert es ca. 45 Minuten bis der Boden durchgebacken und auch stabil ist. Ich war etwas zu ungeduldig, habe ihn zu früh rausgenommen und zur Strafe ist er zusammen gefallen und irgendwie auch schief geworden.

Die Nougatmasse war einfacher in der Herstellung: Sahne aufkochen, kleingehackte Schokolade rein, abkühlen lassen, fertig. War jedenfalls der Plan. Die Masse wurde nicht fest, lies sich nicht aufschlagen, passte also damit wunderbar zum schiefen und eingefallenen Boden.

Die Zeit rennt einem davon, nichts funktioniert, erstmal nen Kaffee. Dann tief durchatmen und noch tiefer in die Trickkiste greifen. Und da finden wir: Kokosfett ! Schmelzen, unter die Schokolade rühren, nochmal in Kühlschrank damit und hoffen, dass eine Stunde zum kühlen reicht.

In der Zwischenzeit habe ich mich mal mit der Deko befasst. Tortenspitze auf Fondant soll es werden. Das letzte mal habe ich Spitze vor einem Jahr gemacht, damit ist das ganze auch perfekt, um das dritte zu sein, was schief geht.

Die Silikonmatte für die Spitze rausgeholt, dazu einen Becher zum Paste anrühren, nochmal lesen und dann mutig ans Werk. Die Silikonmatte und das Spitzenpulver kann man bei Amazon bestellen, oder auch im guten Backzubehör Laden kaufen.

Das Pulver wird mit Wasser angerührt und gleicht dann von Farbe, Konsistenz und Geschmack ganz klassischer Spachtelmasse die man aus dem Baumarkt kennt, aber es ist essbar. Die Paste habe ich mit einem Silikonspatel in die Form gedrückt und mit einer langen kalten leicht feuchten Palette abgezogen. Wichtig ist, dass nur die Vertiefung mit der Masse gefüllt ist.

Anschließend kommt das ganze in Backofen, je nach Variante 12 Minuten bei 80°C oder 6 Minuten bei 120°C … mein Ofenthermometer hat mir wunderschöne 100°C angezeigt, also haben ich die Zeit auf 9 Minuten geschätzt. Es war genug Masse da, dass die ersten drei Versuche hätten schief gehen können. Sind sie aber zum Glück nicht. Die Matte dann vorsichtig aus dem Ofen holen und etwas abkühlen lassen, umdrehen und die Spitze anlösen, festhalten und die Matte abziehen. Gaaaanz langsam, mit Gefühl, zärtlich – und dann löst sie sich ganz leicht.

Endlich hat sich jetzt auch die Schokomasse entschlossen, fest zu werden. Dann fix in die Küchenmaschine damit und fluffig locker leicht aufschlagen. Der Boden wurde zweimal durchgeschnitten und der untere Teil in einen Tortenring gesperrt. Füllung drauf, Oberteil der Torte drauf, noch mehr Füllung und den mittleren Teil vom Boden. Und nochmal Schokolade für einen sauberen Abschluss. So lässt sich wunderbar verstecken, dass ich einen schiefen und eingefallenen Boden gebacken habe.

Nach einer weiteren Stunde in der Kühlung und leckerem Abendessen mit Freunden war die Torte soweit, dekoriert zu werden. 500g Fondant wurden weich geknetet und ausgerollt. Mittlerweile ist auch die Küche zu klein und der große Esstisch im Wohnzimmer ist gerade noch groß genug. Die 24er Torte ist etwa 5 cm hoch, also muss der Fondant ca. 35 cm im Durchmesser haben, um alles komplett eindecken zu können. Vorsichtig mit dem Nudelholz drüber legen, andrücken, nicht dran ziehen und Falten vermeiden.

Jetzt noch die Spitze drauf und fertig. Die Tortenspitze ist flexibel und der Fondant wunderbar klebrig wenn man ihn leicht mit einem Pinsel anfeuchtet. Ich habe drei Stück Spitze gebraucht, und etwas mit einer Schere zurecht geschnitten bis es gut gepasst hat. Oben drauf, auch noch Spitze – fertig !

Die Torte muss danach in Kühlschrank damit die Füllung fest wird und bleibt, leider wird die Spitze dadurch extrem spröde und brüchig, also vorsichtig am nächsten morgen rausholen .. und da fehlt ein Stück spitze … und noch eins …

Wer nachbacken möchte: Wenn man genug Zeit hat, kann die Torte auch erst am nächsten morgen oder kurz vor dem Präsentieren mit der Spitze verziert werden. Die Spitze hält sich am besten, wenn man sie Backpapier legt und dann luftdicht verschlossen bei Zimmertemperatur lagert.

Und lecker war die Torte ! Und gefallen hat sie auch !

Lieben Gruß,

Eure Moni

Erdbeer-Torte

Im Mai gibts die ersten Erdbeeren zu kaufen, im Garten brauchen sie leider noch ein wenig.

Deshalb hier die Torte vom letzen Jahr 😉

Für den Teig:

  • 3 Eier
  • 130 g Butter
  • 130 g Zucker
  • 130 g Mehl
  • etwas Backpulver

Butter und Zucker schaumig schlagen, dann die Eier einzeln unterrühren und das Mehl gemischt mit dem Backpulver unterheben. Natürlich ist die Backform schon vorbereitet: Aus Silikon, einmal kalt ausgespült und auf einen Gitterrost gestellt. Silikonformen sind ja nicht wirklich stabil, und das wird leider auch nicht besser, wenn Teig drin ist.

Gebacken wird im Ofen auf mittlerer Schiene, etwas 160 °C Heissluft oder 180 °C Ober- und Unterhitze ca. 25 Minuten.

Zwischenzeitlich die Erdbeeren mit Stiel waschen, vom Stiel befreien und je nach Größe im Ganzen lassen, Halbieren oder Vierteln.

Den Tortenboden gut abkühlen lassen und vorsichtig stürzen – wäre schade, wenn er nach soviel Arbeit kaputt geht. Dazu am besten die Tortenplatte wo er später drauf soll, oder ein Küchenbrett auf den Boden in der Form legen, mit einer Hand oben drauf fassen, die andere kommt unter die Form. Und umdrehen. Nun vorsichtig die Silikonform lösen.

Auf dem ausgekühlten Tortenboden verteile ich immer ein Päckchen Sahnesteif – das soll die Feuchtigkeit der Erdbeeren binden, damit der Boden nicht sofort durchweicht. Alternativ tun es auch Mandelblättchen oder eine ganz dünne Schicht flüssige Schokolade die man dann aushärten lässt.

Erdbeeren drauf, schön gleichmäßig verteilen. Fertig – naja, fast. Damit sich das ganze länger hält und etwas stabiler wird, hilft ein Tortenguss. Den gibts in kleinen Tütchen im Laden zu kaufen. Mit etwas Zucker und 250 ml Wasser angerührt und aufgekocht kommt er anschließend über die Erdbeeren. Wenn ihr gut seid, arbeitet ihr etwas ordentlicher als ich … aber der Erdbeerberg auf dem Boden war einfach zu hoch !

Achtet drauf, möglichst alle Erdbeeren mit dem Tortenguss zu bedecken. Das sieht einfach schöner aus und die Torte hält sich etwas länger im Kühlschrank. Kühlschrank auf, Torte rein, durchkühlen lassen. Über Nacht, oder auch nur zwei Stunden bis zum Nachmittag. Dazu passt Sahne mit Schokosplits. Oder Eis. Oder Kaffee. Oder man verzichtet auf das Alles und gönnt sich einfach noch ein zweites Stück. oder ein Drittes. oder ein Viertes … das ist bei mir und meiner Familie schon üblich. Die Torte reicht meistens nicht länger als zwei Nachmittage. Und ist Ideal für das ganz fiese und gemeine 23 Uhr Hüngerchen was sich bei meinem Bruder und mir immer meldet.

Guten Appetit

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