Frühlings-Zitronen-Torte

Es ist so schön, wenn die Leute einen zum Geburtstag einladen und ich eine Torte backen kann.

Diesmal traf es meine Tante in in kleiner Familienrunde ihren 70. Geburtstag gefeiert hat. Abgesprochen war ein Blech Rhabarber-Kuchen, aber das sieht als Geburtstagkuchen einfach zu normal aus. Also habe ich mich an das Rezept einer Freundin gewagt und es mit eine meiner Lieblingsfüllungen kombiniert, etwas Deko dazu und fertig war das Kunstwerk.

Hier das Rezept:

Für die Böden:

  • 6 Eier
  • 300 g Mehl
  • 300 g Zucker
  • 250 g Butter
  • 1 TL Backpulver
  • Saft und Schale von 2 Bio Zitronen
  • Backpulver, Salz

Für die Creme:

  • 3 Eigelb
  • 150 g Butter
  • 150 g Zucker
  • Saft und Schale von 2 Bio Zitronen
  • 400 g Creme Fraiche
  • 50 g Puderzucker
  • 2 EL Speisestärke

Für die Böden habe ich auch gleich die neuen Silikon-Formen ausprobiert. Nach dem Abwaschen wurden die Formen in drei Größen zusammengesteckt und auf ein Blech mit Alufolie gelegt.

Die Küchenmaschine hat sich um die getrennten Eier gekümmert und die Eiweiß mit etwas Zucker zu steifen Schnee geschlagen. In einer zweiten Schüssel durfte Susi die Butter mit den Eigelb, dem restlichen Zucker und etwas Salz schaumig schlagen. Mir blieb währenddessen nur Mehl und Backpulver sieben. Die Bio Zitronenschale habe ich abgerieben und die anschließend schalenlosen Zitronen ausgepresst. Saft und Schale kamen mit in die Schüssel zu Susi, und auch das gesiebte Mehl wurde untergerührt.

Anschließend habe ich den Eischnee vorsichtig von Hand untergehoben und die fluffige Teigmasse in die Silikonringe gegeben.

Gebacken wurde langsam bei 150 °C Ober- und Unterhitze, ca. 25 Minuten die beiden Kleinen, den Mittleren und den Großen Boden habe ich etwa 50 Minuten drin gelassen. Nach dem Auskühlen habe ich die Böden von den Silikonformen befreit und den großen einmal durchgeschnitten, den kleinen sogar zweimal .

Für die Zitronencreme habe ich drei Eigelb zusammen mit 150 g Zucker, 150 g Butter, und der Schale und dem Saft der zwei Zitronen aufgekocht. Die beiden Becher Creme Fraiche wurden mit dem Puderzucker und der Speisestärke vermischt und mit dem Mixer aufgeschlagen. Anschließend wurde die abgekühlte Creme mit vermischt.

Die Silikonformen habe ich wieder zusammengesetzt und den jeweils untersten Boden reingelegt, Creme drauf, nächsten Boden stapel und bei dem kleinen Boden sogar nochmal Creme und Boden. Zum fest werden kam das ganze in den Tiefkühlschrank.

Die gefrorenen Torten wurde anschließend mit zartgelbem Fondant eingedeckt, aufeinander gestapelt und mit Blättern, Schmetterlingen und handgefertigten Rosen verziert. Am Ende stand ein Kunstwerk in der Küche und wartete auf den Transport nach Berlin zur Familienfeier und ihrem Ende unter den Tortenmesser.

 

Zu den Formen:

Durch die einzelnen Stücken lassen sich wunderbar Böden verschiedener Größen backen. Leider kriegt man sie nicht so rund hingestellt hin, wie man es von klassischen Springformen gewöhnt ist. Ausgelaufen ist nichts, übergelaufen schon … aber ich glaube, das ist mehr meine Schuld als die der Form. Gebacken ist alles gleichmäßig und auch nicht übermäßig aufgegangen in der Mitte, so dass man den Böden ohne nochmal beschneiden zu müssen für die Torte nehmen konnte. Von der Alufolie hat es sich auch super gelöst. Leider ist Alufolie nicht so ideal wenn man sie warm macht, aber Versuche mit Backpapier scheitern im Moment, das Backpapier ist alle und ich vergesse es immer wieder beim Einkaufen. Nach dem Auskühlen haben sie sich auch gut von den Böden lösen lassen, und auch das Abwaschen hinterher war ohne Probleme.

Fazit: Defintiv empfehlenswert

Lieben Gruß,

Tortenfee Moni

Schoko-Himbeer-Torte

Wenn es draussen mal wieder so richtig nass und kalt ist, und man eigentlich den ganzen Tag zuhause bleiben möchte, kann man sich auch in die Küche stellen und was leckeres schokoladiges zaubern. Zusammen mit ner Tasse Kaffee am nachmittag vergisst man dann auch ganz schnell das nicht ganz so schöne Wetter draussen.

Hier das Rezept für den Boden (wer von euch öfter Schokokuchen bäckt, dem kommt das Rezept bestimmt bekannt vor: es ist der Schokoladenkuchen von Jamie Oliver)

  • 200g dunkle Schokolade 70% Kakao anteil
  • 175g Butter
  • 120g weicher brauner Zucker
  • 100g Blanchierte Mandeln, gemahlen. oder auch nicht blanchiert, aber trotzdem gemahlen
  • 2 El Kakaopulver
  • 1 Priese Salz
  • 4 große Eier
  • 150g Mehl mit 1 TL BP vermischt

Füllung und Deko:

  • 3 Becher Schlagsahne
  • 3 Tafeln Vollmilch Schokolade
  • 6 Tafeln Zartbitter Schokolade
  • 2 Löffel Himbeer-Marmelade
  • 1 Tüte Himbeeren TK
  • 1 Päckchen Tortenguss rot
  • 2 Löffel Zucker

Und dann gehts los:

Die Butter mit der Schokolade im Topf schmelzen, dabei aufpassen, dass es nicht zu heiss wird, sonst gerinnt später das Ei wenn es zur Ei-Zucker-Masse gegeben wird. Die Eier und der Zucker werden zusammen mit einer Prise Salz und etwas Vanille schaumig geschlagen, bis eine helle fluffige Masse entsteht. Dann langsam und vorsichtig die Schokoladen-Butter dazu geben. Anschließend die gesiebte Mehl-Kakao-Backpulver-Mischung dazu geben und kurz unterrühren. Ich habe in einer beschichteten 24 cm Springform gebacken und den Boden auch mit Backpapier ausgelegt.

Gebacken habe ich bei 160 °C Heissluft ca. 25 Minuten. Der Kuchen schmeckt besser, wenn er nicht komplett durchgebacken ist und in der Mitte noch etwas feucht. Wenn man ihn zu lange bäckt wird er leider sehr schnell trocken.

Die Schoko-Sahne Masse für die Füllung wird ganz einfach zubereitet: Die Sahne aufkochen, die klein gebrochene Schokolade dazu, auflösen lassen, kräftig umrühren und abkühlen lassenl

Der Boden und auch die Schoko-Sahne kommen zum Auskühlen über Nacht auf den Balkon.

Am nächsten morgen habe ich den Boden mit dem größten Messer was ich finden konnte in drei Schichten geschnitten. Meine Küchenmaschine durfte etwa zwei Drittel der Schoko-Sahne aufschlagen. Auf die unterste Schicht gibt es etwas Himbeer-Marmelade und oben drauf Schoko-Sahne. Nächster Boden, nächste Schicht Schoko-Sahne. Und noch ein Boden – und noch mehr Schoko-Sahne. Und da nicht nur oben drauf, sondern überall um die Torte rum.

Und wie kommen jetzt die Himbeeren in die Mitte?

Man nimmt den Ring von der kleinen 16 cm Springform (alternativ geht auch ein Tortenring) und setzt ihn mittig auf, etwas eindrücken, damit er auch wirklich fest sitzt. Wer beides nicht hat: Alufolie mehrfach gefaltet ist eine gute Alternative. Und dann liebevoll die Himbeeren anordnen.

Den Tortenguss mit zwei Löffeln Zucker und 225 ml Wasser anrühren. Auf der Packung steht was von 250 ml …. aber das wird mir nicht fest genug. Den Tortenguss über die noch gefrorenen Himbeeren geben und das ganze schnell in Kühlschrank damit es fest wird, bevor es doch irgendwo eine Lücke zwischen Schoko-Sahne und Tortenring findet.

Nach 30 Minuten ist der Tortenguss wirklich fest und man kann ihn vorsichtig mit einem Messer aus seinem Gefängnis befreien und den Springformring / Tortenring / Alufolie von der Torte nehmen.

Jetzt wird der Rest der Schoko-Sahne aufgeschlagen, in einen Spritzbeutel gefüllt und mit Hilfe einer 10 mm Sterntülle liebevoll Tupfen um die Himbeeren gespritzt.

torte-fertig

Im Sommer geht das ganze natürlich auch mit frischen Himbeeren, oder Erdbeeren, oder mit Mango, Aprikose … was auch immer bei euch im Garten wächst oder der Bauer um die Ecke für euch angebaut hat.

Lasst es euch schmecken !

Lieben Gruß

Eure Moni

Weihnachtskekse Runde 1

Hallo ihr Lieben,

Weihnachten steht vor der Tür und damit darf jetzt auch wieder offiziell gebacken werden. Für Kekse ist eigentlich immer Saison, aber manche Menschen sehen das anders 😉

Ich glaube, ich habe für diese Jahr einen Lieblingskeksteig gefunden:

  • 2 Eier
  • 250 g Butter
  • 250 g Zucker
  • 500 g Mehl
  • 1 Prise Salz
  • Kakao, Lebensmittelfarbe, Vanille nach Geschmack

Eier, warme Butter und den Zucker schön schaumig schlagen, dann das gesiebte Mehl unterkneten, alles in eine Tüte stecken und über Nacht auf dem Balkon oder in den Kühlschrank legen.

Am nächsten Tag den Teig nochmal durchkneten und ausrollen. Mein Favorit zum Ausrollen ist eine Silikonbackmatte und dazu meine geliebte Marmor-Teigrolle. Die Matte erspart einem das Mehl damit der Teig nicht auf der Oberfläche festklebt und er wird nicht so trocken. Die Marmor-Rolle bleibt lange kalt wenn sie die Nacht auf dem Balkon verbracht hat, und ist so schwer und trotzdem leichtgängig das sich der Teig wie von alleine ausrollt.

Und was stechen wir heute aus? Wie ja schon erwähnt, gibt es 3D-Druck, und damit unendlich viele Möglichkeiten. Ich bin extrem faul was Kekse verzieren betrifft, also habe ich mir welche mir Prägung drucken lassen. Einmal einen Schneemann (gibts bei ebay) und einen Santa Kopf (gibts auch bei ebay) . Wichtig ist, die Ausstecher müssen vor dem benutzen immer wieder in Mehl gedrückt werden, damit nichts kleben bleibt. Der Teig sollte kalt und trocken sein, und etwa 3-5 mm dick ausgerollt. Da müsst ihr ein bisschen probieren, weil jeder Ausstecher ein Einzelstück ist.

Backen ganz klassisch bei 175°C Ober- und Unterhitze etwa 15 Minuten. Ihr könnt Backpapier nutzen, oder auch eine Dauerbackmatte.

Lecker knusprige Weihnachtskekse die erste Runde.

Lasst es euch schmecken und frohen 1. Advent,

Lieben Gruß, Moni

PS: falls ihr noch Ideen für andere Motive habt – kurze Nachricht an mich und ich schaue, was ich für euch tun kann.

 

Marmor-Kirsch-Muffins

Donnerstag morgen, 8 Uhr, und die Erkenntnis: Freitag ist Radtour, dazwischen noch Arbeiten, einmal Feiern gehen, zum Frühstück und shoppen verabredet und eigentlich hat man doch immer was für unterwegs eingepackt gehabt.

Also schnell in die Küche, Susi hingestellt und der Blick in den Vorratschrank: Mehl, Zucker, Butter, Eier, Kakao, Kirschen – och ja doch, sieht gut aus. Muffinförmchen sind auch gerade sauber, haben sich auch die letzen male auf dem Fahrrad ganz gut gemacht, dann mal los.

Hier die Zutaten:

  • 4 Eier
  • 150 g Zucker und 25 g selbstgemachter Vanillezucker
  • 1 Prise Salz
  • 200 g Mehl
  • 1 TL Backpulver
  • 2 TL Kakaopulver
  • etwas Milch
  • Sauerkirschen ohne Stein aus dem Glas

Und jetzt wie üblich: Eier mit dem Zucker schaumig schlagen, die Butter schmelzen und langsam einrühren, Mehl und Backpulver sieben und unterrühren.

Danach den Teig halbieren und in eine Hälfte das gesiebte Kakaopulver und die Milch einrühren.

Die Muffinförmchen habe ich auf ein Backblech sortiert. Wie ihr seht, sind es zwei verschiedene Sorten: die zwei Reihen links sind von Lidl, die drei Reihen rechts sind von Tchibo. Ich persönlich finde die von Lidl etwas besser, da sie dünner und flexibler sind, was beim rauslösen der Muffins von Vorteil ist.

Jetzt geht es ans füllen:

Hellen Teig nach unten, Kirschen drauf, dunklen Teig drauf, ab in Ofen. Geht auch anders rum, hatte ich auch noch vor, aber irgenwie war der helle Teig dann alle … Mitdenken schadet auch beim backen nicht.

Dann ab in Ofen damit. 180 °C Ober- und Unterhitze, bis sie fertig sind. Ich weiss, blöder Satz, aber so ist es nunmal. Ich habe sie glaube ich 20 Minuten gelassen. In meiner Wohnung gilt zum Glück auch: wenn ich es im Wohnzimmer rieche, ist in der Küche was fertig geworden.

Ich backe sie auch relativ heiß, damit sie schön aufgehen und nachher aussehen wie kleine Berge. Das heiß backen, hat auch den Vorteil, dass der Zucker im Teig am Rand karamelisiert und sich die Muffins nach dem Abkühlen besser aus der Form lösen. Selbst wenn ich sie langsam bei niedriger Temperatur backe, drehe ich hinterher den Ofen nochmal hoch. Nichts ist schlimmer als was liebevoll gebackenes, was sich dann nicht aus der Form löst.

Fertig ! Jetzt noch 5 Minuten bei geöffneter Ofentür im Ofen ruhen lassen – der Temperaturschock ist sonst einfach zu groß. Danach rausholen, und abkühlen lassen.

Jetzt bleibt nur noch zu hoffen, dass wir morgen perfektes Radtourwetter haben und es allen schmeckt.

Lieben Gruß und viel Spaß beim Nachbacken,

Eure Moni

Gotta Catch ′Em All !

Überall Pokemon ! Sogar in meiner Küche haben sie sich ausgebreitet, und im Bett, im Wohnzimmer, auf dem Balkon, überall ! Und meine Katze tut völlig uninteressiert.

Dann liegt es an mir, sie alle zu fangen. Das geht am besten mit Pokebällen, die sooo lecker sind, dass kein Pokemon wiederstehen kann 🙂

Hier die Zutaten

  • 3 Eier
  • 125 g Butter
  • 125 g Zucker
  • 250 g Mehl
  • 1 TL Backpulver
  • 100 ml Milch

Die Eier trennen und das Eiweiss mit etwas Zucker und einer Prise Salz steif schlagen. Dabei darauf achten, dass die Eiweiss nicht mit Fett in Berührung kommen, also erst die Eier trennen, und dann mit dem Messer in die Butter – oder lieber nicht. Salmonellen sind gefährlich und man möchte nach dem Backen nicht krank werden.

Dann die Eigelb mit dem Zucker und der weichen Butter schaumig rühren (lassen).

In der Zwischenzeit das Mehl sieben und mit dem Backpulver mischen. Und dann abwechseln mit der Milch unter die Ei-Butter-Zucker-Masse rühren. Danach habe ich den Rührhaken von der Küchenmaschine gewechselt und vorsichtig den Eischnee untergehoben. Erst ein Drittel, vorsichtig rühren lassen, dann das nächste Drittel. Und den Rest habe ich mit dem Teigschaber untergehoben. So bleibt die ganze Luft aus dem Eischnee im Teig erhalten. Anschließend ging der Teig mit Hilfe von 2 Löffeln in kleinen Portionen aufs Blech, in der Hoffnung das es schöne gleichmäßig runde Kuchen werden. Hat nicht funktioniert … alles extrem viel breiter gelaufen, gut, war zu erwarten, aber definitiv nicht rund. Für nächste mal probiere ich das ganze mit Hilfe einer Spritztülle.

Nach dem Backen habe ich das ganze abkühlen lassen und mit Hilfe von einem Glas in eine schöne runde gleichmäßige Form gebracht.

Jetzt geht es ans Verzieren: Schrank rauf, Tüte mit der fertigen Zuckerguss-Trockenmasse finden, anrühren, einfärben.

Erst die eine Hälfte der Teiglinge mit weissem Zuckerguss versehen, dann was abfüllen für später. Einen Teil gleich schwarz färben und den Rest schön kräftig Rot. Damit das Rote etwas schicker auf den Pokeball kommt als das weisse nehme ich dann doch einen Spritzbeutel mit kleiner Lochtülle. Erst aussen rum eine Linie ziehen damit später nichts überläuft und dann ausfüllen. Muss nicht gleich perfekt sein, kleine Löcher lassen sich durch das vorsichtige Verstreichen vom Zuckerguss füllen.

Anschließend den schwarzen Zuckerguss in den Spritzbeutel füllen und einen Kreis und die typische Pokeball Linie aufzeichen. Zum Schluss in den schwarzen Kreis noch ein bisschen was weisses und fertig !

Jetzt kann die Jagd beginnen. I wanna be the very best !

 

 

Erdbeer-Torte

Im Mai gibts die ersten Erdbeeren zu kaufen, im Garten brauchen sie leider noch ein wenig.

Deshalb hier die Torte vom letzen Jahr 😉

Für den Teig:

  • 3 Eier
  • 130 g Butter
  • 130 g Zucker
  • 130 g Mehl
  • etwas Backpulver

Butter und Zucker schaumig schlagen, dann die Eier einzeln unterrühren und das Mehl gemischt mit dem Backpulver unterheben. Natürlich ist die Backform schon vorbereitet: Aus Silikon, einmal kalt ausgespült und auf einen Gitterrost gestellt. Silikonformen sind ja nicht wirklich stabil, und das wird leider auch nicht besser, wenn Teig drin ist.

Gebacken wird im Ofen auf mittlerer Schiene, etwas 160 °C Heissluft oder 180 °C Ober- und Unterhitze ca. 25 Minuten.

Zwischenzeitlich die Erdbeeren mit Stiel waschen, vom Stiel befreien und je nach Größe im Ganzen lassen, Halbieren oder Vierteln.

Den Tortenboden gut abkühlen lassen und vorsichtig stürzen – wäre schade, wenn er nach soviel Arbeit kaputt geht. Dazu am besten die Tortenplatte wo er später drauf soll, oder ein Küchenbrett auf den Boden in der Form legen, mit einer Hand oben drauf fassen, die andere kommt unter die Form. Und umdrehen. Nun vorsichtig die Silikonform lösen.

Auf dem ausgekühlten Tortenboden verteile ich immer ein Päckchen Sahnesteif – das soll die Feuchtigkeit der Erdbeeren binden, damit der Boden nicht sofort durchweicht. Alternativ tun es auch Mandelblättchen oder eine ganz dünne Schicht flüssige Schokolade die man dann aushärten lässt.

Erdbeeren drauf, schön gleichmäßig verteilen. Fertig – naja, fast. Damit sich das ganze länger hält und etwas stabiler wird, hilft ein Tortenguss. Den gibts in kleinen Tütchen im Laden zu kaufen. Mit etwas Zucker und 250 ml Wasser angerührt und aufgekocht kommt er anschließend über die Erdbeeren. Wenn ihr gut seid, arbeitet ihr etwas ordentlicher als ich … aber der Erdbeerberg auf dem Boden war einfach zu hoch !

Achtet drauf, möglichst alle Erdbeeren mit dem Tortenguss zu bedecken. Das sieht einfach schöner aus und die Torte hält sich etwas länger im Kühlschrank. Kühlschrank auf, Torte rein, durchkühlen lassen. Über Nacht, oder auch nur zwei Stunden bis zum Nachmittag. Dazu passt Sahne mit Schokosplits. Oder Eis. Oder Kaffee. Oder man verzichtet auf das Alles und gönnt sich einfach noch ein zweites Stück. oder ein Drittes. oder ein Viertes … das ist bei mir und meiner Familie schon üblich. Die Torte reicht meistens nicht länger als zwei Nachmittage. Und ist Ideal für das ganz fiese und gemeine 23 Uhr Hüngerchen was sich bei meinem Bruder und mir immer meldet.

Guten Appetit

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Brownie Torte Teil 2 – Dekorieren

Lange hat es gedauert, jetzt hier die Fertigstellung der Torte – keine Sorge, so lange stand sie hier nicht rum und wartete auf mich 😉

Die Füllung besteht aus Sahne und Schokolade nach einem Rezept von meiner Oma.

Pro Becher Sahne gibts 1 Tafel Vollmilch-Schokolade und 2 Tafeln Zartbitter-Schokolade. Die Sahne in einem Topf aufkochen, die Schokolade klein hacken und in eine Schüssel geben. Die heisse Sahne drüber gießen und das ganze vorsichtig rühren, bis sich alle Schokolade aufgelöst hat. Ich gehe anschließend immer einmal mit dem Pürierstab rein, so bleiben wirklich keine Schokoklümpchen mehr übrig. Danach wird die Masse zur Seite gestellt und kühlt ganz in Ruhe ab bis auf Raumtemperatur. Nicht in Kühlschrank damit, das wird später zu kalt zum aufschlagen. Und nicht erschrecken, wenn die Masse fest wird.

Große Sorten brauchen große Mengen Schokocreme – also hier waren es am Ende 3 Becher Sahne, 3 Tafeln Vollmilch-Schokolade und 6 Tafeln Zartbitter-Schokolade.

Nach dem Abkühlen habe ich die Masse vorsichtig in der Küchenmaschine aufgeschlagen. Bis sie luftig weich und glänzend war. Nicht zu lange schlagen, sonst wird sie trocken und krümelig und lässt sich nicht mehr so gut verarbeiten.

Anschließend wird der erste große Boden damit bestrichen, der zweite kommt oben drauf und einmal Creme ringsrum. Je glatter die Creme aufgetragen wird, desto eleganter sieht die Torte nachher am Ende aus. Ich habe dafür eine klassische Teigkarte die ich immer wieder sauber gewischt habe genutzt.

Der große Teil ist eingestrichen und kommt wieder auf den Balkon zum kühlen, anschließend ist der kleine obere Teil dran. Den habe ich vorher halbiert, die Oberseite glatt abgeschnitten, gefüllt und eingestrichen.

Dann folgt das große Stapeln. Bei mir gerne auf einem Cakeboard wo es dann auch passend den zugehörigen Karton für den Transport gibt. Damit nichts verrutscht, wird der Unterteil mit Schokoladencreme auf das Board geklebt. Und auch das Oberteil wird mit Schokocreme aufgeklebt. Und die Markierungen? Es sollte ja schon irgendwie symmetrisch werden. Und auch die Überlegung, wie groß denn nun so nen Stück Torte wird. Am Ende hat jeder ein noch kleineres Stück gegessen – was an dem leckeren Essen lag, was es am Abend schon gab.

Anschließend gehts an Dekorieren. Ich nutze dafür den großen Silikonspritzbeutel von Birkmann. Halterung für die Tülle einsetzen, Füllen, Tülle draufschrauben, kurz üben und los gehts !

Rosentülle und große Tupfentülle für die Oberseite, die kleine Tupfentülle für den Rest. Es dauert, und gefühlt wird man nicht fertig. Pro geplantem Stück Torte wurden es mindestens 4 kleine Tupfen, dazu die Deko für oben drauf, und an den Seiten, und die Ecken … damit kann man nämlich auch nicht ganz sauber gearbeitete Kanten verstecken.

Dann das Ergebnis:

 

Danach die Torte vorsichtig und mit viel Kraft in den Karton heben, naja, eher reinschieben und anschließend den Karton zusammenbasteln, und auf den Balkon damit.

Anschließend die Präsentation für das Geburtstagskind, anschneiden, Torte schlachten, genießen, die runde Bäuche streicheln und Komplimente einsammeln.

Wie ihr seht, war ich doch etwas großzügig in meiner Planung …

Pro Tortenstück hätte auch eine größe von 2 x 4 cm gereicht, aber so konnte sich jeder noch ein Stück für zuhause mitnehmen.

Red Velvet Cupcakes

Der nächste Geburtstag – diesmal ohne Torte dafür mit meiner Premiere von Cupcakes.

Bei meinem Verlobten habe ich Red Velvet Cupcakes kennengelernt – unglaublich süß und unglaublich lecker. Und defintiv zum Nachbacken geeignet. Und ich konnte meine neue Küchenmschine ausprobieren.

Eier und Zucker in die Schüssel und ganz gemütlich auf höchster Stufe aufschlagen lassen. In der Zwischenzeit die Butter schmelzen und langsam dazu geben.

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Mehl, Kakao, Backpulver und Natron in eine Schüssel sieben und dann nach und nach dazu geben. Ich weiss jetzt, warum ein Spritzschutz mitgeliefert wurde. Mehl einrühren staubt auch in einer Küchenmaschine.

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Anschließend habe ich das ganze in meine Silikon Muffinförmchen gefüllt und gebacken. Ganz langsam bei 150°C Ober und Unterhitze ca. 35 Minuten. So bleiben sie schön flach und das Topping lässt sich besser auftragen.

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Fürs Topping: einmal die Schüssel abwaschen und dann wird weiter rühren gelassen. Frischäse und Mascarpone und anschließend Puderzucker dazu. Bis es schön glänzend und fest ist. Ich habe die ganze Masse dann in einen Silikon Spritzbeutel gefüllt und mit einer Rosentülle auf die Muffins gezaubert.

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Das hätte HAPPY BIRTHDAY werden sollen … leider sind beim Auslösen aus der Form einige Schokoladenbuchstaben gebrochen. War ich wohl zu ungeduldig.

Das fertige Ergebnis. Ein extra Red Velvet Cupcake nur fürs Foto gezaubert.

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Darf ich vorstellen: Susi

Irgendwann im Leben eines Hobbybäckers kommt der Moment, wo man sich eine Küchenmaschine wünscht. Teig soll sie rühren und noch fluffiger machen, Hefeteig liebevoll kneten und zu mehr Volumen verhelfen, und vielleicht die ein oder ander Arbeit in der Küche auch noch unterstützen.

Nun ist die Auswahl recht groß, und der Wunsch nach der Besten Küchenmaschine der Welt auch vorhanden, nur das Konto fängt alleine bei dem Gedanken daran an zu jammern. Also haben wir auf das Konto gehört, und erstmal nur eine kleine Variante gekauft – zum probieren.

Ich präsentiere: Die Bosch Mum 4427.

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Großer Karton, große Vorfreude, und dann ging es ans Auspacken. Viel Papier, noch mehr Folie, aber mitten drin sitzt dann ein Schmuckstück.

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Inklusive Schüssel, drei verschiedenen Haken und auch den Aufsatz zum Reiben von Gemüse, Käse, Brot und mehr.

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Ab in die Küche damit und Mehl, Zucker, Butter und Eier holen zum ausprobieren !

 

Maracuja-Käse-Sahne-Torte

Der Boden für die Käse-Sahne-Torte konnte sich ganz entspannt über Nacht auf dem Balkon erholen und ist damit bereit, für die Verarbeitung.

Als erstes mit einem großen scharfen Messer den Boden halbieren. Ich hatte ihn ja zum Abkühlen mit der Oberseite nach unten gepackt, damit ich hinterher zwei gleichmäßige Flächen haben. Die ursprüngliche Unterseite wurde trotzdem aufgrund der Optik zur neuen Oberseite.

Die Füllung:

  • 500 g Quark (0,3% Fett … die Hüfte freut sich)
  • 2 Becher Schlagsahne
  • 3 Päckchen Sofortgelatine
  • 500 ml Maracuja-Saft
  • 150 g Zucker
  • 350 ml Maracuja-Saft
  • 150 ml Wasser
  • 2 Päckchen klarer Tortenguss

Die Sofortgelatine wurde mit dem Mixer in den Maracuja-Saft eingerührt und dann zur Seite gestellt. Man kann auch Blattgelatine verwenden, die man vorher in Wasser einweichen muss – mag ich aber nicht, ist mir zuviel Aufwand.

Danach in einem Rührbecher mit Deckel den Quark mit 100g Zucker verrühren.

Und in einem zweiten Gefäß die Sahne mit 50 g Zucker steif schlagen.

Jetzt kommt die angedickte Marajuca-Saft-Masse zum Quark und wird gut durchgerührt. Danach vorsichtig die geschlagene Sahne unterheben.

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Wie kommt die Füllung zwischen die Böden?

Man nimmt den unteren Boden auf einem Cakeboard und stellt den Tortenring herum, dabei aufpassen, dass er möglichst dicht am Boden anliegt und später keine Füllung vorbeilaufen kann.

Dann kommt die Quark-Sahne-Masse auf den Boden drauf und wird glatt gestrichen.

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Anschließend den oberen Teil vom Boden draufsetzen und vorsichtig andrücken. Für ein gleichmäßigeres Beschweren habe ich das ganze mit einer passenden Glasplatte aus einer alten Glasbodenspringform abgedeckt. Damit konnte das ganze dann auch vor der neugierigen Katzennase geschützt auf den Balkon zum fest werden.

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Zum Schluss sollte noch ein Spiegel aus goldig-gelben Maracuja-Saft auf die Torte. Dazu wurden 350 ml Maracuja-Saft mit 150 ml Wasser und 2 Tütchen klarem Tortenguss verrührt, aufgekocht, und auf die gekühlte Torte gegeben.

Danach wieder auf den Balkon und über Nacht kühl gestellt. Das geht im Winter so gut – da fühlt sich der Kühlschrank etwas vernachlässigt.

Gegessen wurde die Torte dann am Samstag, in kleiner gemütlicher Familienrunde.

Aus der Torte habe ich 18 Stück Torte verschiedener Größen bekommen. Man kann ruhig kleine Stücken schneiden, denn das gute Stück war etwa 7 cm hoch und aufgrund der Sahne doch recht mächtig. Hat aber den ein oder anderen nicht davon abgehalten, 3 Stück Torte zu essen 🙂

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